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07.02.2026 /15:43:21
Saudi-Arabien kündigt Milliarden-Investitionen in Syrien an

07. Feb (Reuters) - Saudi-Arabien hat Investitionen in Syrien in Milliardenhöhe angekündigt und untermauert damit seine Unterstützung für die neue syrische Führung. Der saudische Investitionsminister Khalid al-Falih kündigte am Samstag die Gründung eines Fonds an, der 7,5 Milliarden Rial (zwei Milliarden Dollar) für den Ausbau von zwei Flughäfen in Aleppo bereitstellen soll. Der Elaf-Fonds solle Großprojekte in Syrien unter Beteiligung saudischer Privatinvestoren finanzieren.

Zudem vereinbarten der saudische Billigflieger Flynas und die syrische Zivilluftfahrtbehörde die Gründung der neuen Fluggesellschaft "flynas Syria". Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem Syrien 51 Prozent halten soll und Flynas 49 Prozent, werde den Betrieb voraussichtlich im vierten Quartal 2026 aufnehmen, teilte das Unternehmen mit. Beide Länder vereinbarten zudem eine Zusammenarbeit in der Wasserwirtschaft. Geplant sei der Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage, um Süßwasser von der Küste in den Süden des Landes zu leiten, sagte der syrische Energieminister Mohamed al-Baschir.

Die geplanten Investitionen sind die bislang höchsten seit der Aufhebung der US-Sanktionen gegen Syrien im Dezember. Saudi-Arabien gilt als wichtiger Unterstützer des syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa, der seit dem Sturz des Diktators Baschar al-Assad Ende 2024 an der Macht ist. Die Sanktionen hatten den wirtschaftlichen Wiederaufbau nach dem 14-jährigen Bürgerkrieg massiv behindert. Bereits im vergangenen Jahr hatte Saudi-Arabien Investitionen in Höhe von 6,4 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Allerdings entzündete sich im vergangenen Jahr auch Kritik an den Investitionsplänen der syrischen Regierung: Sie mache viele Versprechungen, die auf Absichtserklärungen mit ausländischen Investoren fußten, von denen viele aber immer noch in verbindliche Verträge umgesetzt werden müssten.

(Bericht von Enas Alashray and Jaidaa Taha, geschrieben von Myria Mildenberger; Bei Rückfragen wenden Sie sich sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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