| * Nettogewinn 2025 sinkt um sechs Prozent | |
| * | Aktionäre erhalten unveränderte Dividende von 2,20 Euro |
| * | Konzernchefin Garijo übergibt Ruder im Mai |
| (Neu: Fokus auf Ausblick, weitere Details) | |
| Frankfurt, 05. Mrz (Reuters) - Der Pharma- und | |
| Technologiekonzern Merck KGaA <MRCG.DE> stellt sich im laufenden | |
| Jahr wegen des Patentverlusts für ein wichtiges Medikament und | |
| starker Währungseffekte auf einen Ergebnisrückgang von bis zu | |
| zehn Prozent ein. 2026 werde ein bereinigtes operatives Ergebnis | |
| (Ebitda) zwischen 5,5 und 6,0 Milliarden Euro erwartet, teilte | |
| das Dax-Unternehmen am Donnerstag in Darmstadt mit. Organisch, | |
| also bereinigt um Währungseffekte, würde das Ergebnis | |
| schlimmstenfalls um bis zu vier Prozent sinken. Der Umsatz wird | |
| zwischen 20,0 und 21,1 Milliarden Euro erwartet, das wäre im | |
| besten Fall eine Stagnation. Merck geht davon aus, dass wegen | |
| des Wettbewerbs durch Nachahmerprodukte ab März in den USA keine | |
| Umsätze mehr mit dem Multiple-Sklerose-Mittel Mavenclad erzielt | |
| werden. Das Medikament brachte im vergangenen Jahr Einnahmen von | |
| insgesamt 1,2 Milliarden Euro. | |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 hielt Merck sein operatives Ergebnis trotz negativer Währungseffekte stabil bei 6,1 Milliarden Euro. Der Umsatz sank leicht um 0,3 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro. Ohne Währungs- und Portfolioeffekte wäre das operative Ergebnis um 5,6 Prozent und der Umsatz um 3,1 Prozent gestiegen. Dabei profitierte Merck vor allem von starken Geschäften mit Produkten für die Arzneimittelherstellung. Unter dem Strich fiel der Gewinn binnen Jahresfrist um sechs Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen dennoch eine unveränderte Dividende von 2,20 Euro je Aktie erhalten.
"Wir haben 2025 erneut unsere Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt - trotz erheblicher geopolitischer Herausforderungen und starker Währungsgegenwinde", sagte die scheidende Konzernchefin Belén Garijo. Ihre Nachfolge tritt zum Mai der bisherige Chef der Elektroniksparte, Kai Beckmann, an.
Getragen wurde das Geschäft von der Life-Science-Sparte, die organisch um vier Prozent zulegte. Besonders kräftig fiel das Wachstum im Geschäft mit Produkten für die Arzneimittelherstellung mit einem Plus von fast elf Prozent aus. Die Gesundheitssparte verzeichnete einen organischen Zuwachs von 3,7 Prozent, wobei sich Mavenclad mit einem Umsatzplus von fast 17 Prozent erneut als Verkaufsschlager erwies. Einen weiteren Beitrag leistete die nach der Übernahme der US-Firma SpringWorks neu geschaffene Sparte für seltene Krankheiten. Ein gemischtes Bild zeigte sich im Elektronikgeschäft, das organisch um 0,6 Prozent schrumpfte: Einer vom KI-Boom angetriebenen Nachfrage nach Materialien für Halbleiter stand ein deutlicher Rückgang im Geschäft mit Anlagen und Dienstleistungen wegen Projektverzögerungen bei Kunden gegenüber.
(Bericht von Patricia Weiß, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)