Nachricht


05.03.2026 /07:52:34
FOKUS 1-Südkoreas Chipbranche fürchtet Folgen der Iran-Krise

* Lieferketten für wichtige Materialien könnten gestört
werden
 
*Katar ist wichtiger Produzent von Helium
 
*Auch Sorgen um Energiepreise und Dämpfer für
Chipnachfrage
 
(Neu:weitere Details, Aussagen der Unternehmen)
Seoul, 05. Mrz (Reuters) - Der Krieg im Nahen Osten
könnte nach einer Einschätzung aus Südkorea die Chipproduktion
beeinträchtigen. Es bestehe die Gefahr, dass die Lieferketten
wichtiger Materialien für die Herstellung von Halbleitern
gestört würden, warnte der Abgeordnete der Regierungspartei, Kim
Young-bae, nach einem Treffen mit Branchenvertretern. Diese
hätten darauf hingewiesen, dass die Versorgung mit Rohstoffen
wie Helium aus der Region stocken könnte. Südkorea ist Heimat
der weltgrößten Speicherchip-Hersteller Samsung und
SK Hynix.

Helium ist für das Wärmemanagement in der Halbleiterproduktion essenziell. Katar zählt neben den USA zu den wichtigsten Produzenten weltweit. SK Hynix teilte mit, das Unternehmen verfüge über ausreichende Lagerbestände und erwarte vorerst keine Engpässe. Der Auftragsfertiger GlobalFoundries <GFS.O> erklärte, man stehe in direktem Kontakt mit Zulieferern und habe Notfallpläne aktiviert. Samsung lehnte einen Kommentar ab.

Neben den Materialengpässen fürchtet die Branche laut Kim bei einem langanhaltenden Konflikt auch steigende Energiekosten. Sorge bereite den Unternehmen außerdem, dass sich die Pläne für KI-Rechenzentren in der Region verzögern könnten und dadurch die Nachfrage nach Chips gedämpft werde. Amazon <AMZN.O> hatte am Montag gemeldet, dass Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain durch Drohnenangriffe beschädigt worden seien. US-Konzerne wie Microsoft <MSFT.O> und Nvidia <NVDA.O> hatten die VAE als künftiges Zentrum für Künstliche Intelligenz (KI) ins Auge gefasst.

(Bericht von Heejin Kim, Hyunjoo Jin und Joyce Lee. Geschrieben von Isabelle Noack und Sabine Wollrab. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Hinsichtlich weiterer Informationen und einer gegebenenfalls erforderlichen Offenlegung potenzieller Interessenkonflikte nach § 85 WpHG der für die Erstellung der zugrunde liegenden Finanzinformationen oder Analysen verantwortlichen Unternehmen wird auf das Informationsangebot dieser Unternehmen (Internetseite und andere Informationskanäle) verwiesen.