Frankfurt, 05. Mrz (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
07.44 Uhr - Nach seinem kurzzeitigem Rücksetzer am Vortag geht es für die US-Währung wieder bergauf. Der Dollar-Index <.DXY> steigt um bis zu 0,4 Prozent auf 99,16 Punkte. Seit Beginn der US-Militäraktion gegen den Iran am Wochenende hat der Index 1,5 Prozent an Wert gewonnen. Kapital fließe in die klassische Krisenwährung, der Dollar übernehme wieder die Rolle des sicheren Hafens, sagt Maximilian Wienke von eToro. Schwindende Zinssenkungsspekulationen stützen den Dollar zusätzlich. Der sprunghafte Anstieg der Energiepreise infolge des Nahostkrieges hat die Befürchtung eines Wiederauflebens der Inflation geschürt. Händler preisen laut dem CME FedWatch-Tool derzeit nur noch eine 34-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung der US-Notenbank im Juni ein, verglichen mit fast 46 Prozent vor einer Woche. Das Nachsehen hat derzeit der Euro <EUR=>. Die Gemeinschaftswährung kommt seit Wochenbeginn auf ein Minus von 1,8 Prozent. Am Donnerstag verliert sie bis zu 0,4 Prozent.
07.12 Uhr - Versorgungsängste wegen des Krieges in Nahost treiben den Ölpreis am Donnerstag erneut deutlich nach oben. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI <CLc1> verteuern sich in der Spitze um mehr als vier Prozent auf 84,74 beziehungsweise 78,09 Dollar je Fass. Die Sorgen konzentrierten sich auf den Lieferfluss durch die Straße von Hormus, schrieben die Analysten der ANZ in einem Kommentar. Die Wasserstraße ist eine wichtige Transportader für rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Versorgung. Aktuell ist der Schiffsverkehr hier eingestellt. Iranische Streitkräfte haben Öltanker in oder nahe der Straße von Hormus angegriffen. Seit Wochenbeginn sind die Preise für Brent und WTI um jeweils mehr als 16 Prozent nach oben geschnellt.
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