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05.03.2026 /08:23:12
Andritz erhöht Dividende trotz Gewinnminus - Aufträge auf Rekordniveau

Wien, 05. Mrz (Reuters) - Der österreichische Anlagenbauer Andritz will trotz eines Gewinnrückgangs im abgelaufenen Jahr mehr Geld an seine Aktionäre ausschütten. Die Dividende solle auf 2,70 von 2,60 Euro je Aktie steigen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das Konzernergebnis sank 2025 um knapp acht Prozent auf 457,1 Millionen Euro. Gleichzeitig verbuchte Andritz jedoch trotz eines Umsatzrückgangs einen Rekordauftragsbestand.

Konzernchef Joachim Schönbeck, dessen Vertrag kürzlich bis 2032 verlängert wurde, verwies auf ein zurückhaltendes Investitionsklima und geopolitische Hürden. Dies bekam vor allem die Sparte Metals zu spüren, die unter der Schwäche der Auto- und Stahlindustrie litt. Dank starker Zuwächse in den Bereichen Wasserkraft (Hydropower) sowie Papier und Zellstoff (Pulp & Paper) kletterte der gesamte Auftragseingang jedoch um gut sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro.

Der Auftragsbestand erreichte zum Jahresende mit 10,5 (Vorjahr: 9,7) Milliarden Euro einen Höchststand. Der Umsatz ging 2025 währungsbedingt um fünf Prozent auf 7,9 Milliarden Euro zurück, die operative Rentabilität (Ebita-Marge) blieb mit 8,9 Prozent aber stabil. Für 2026 zeigte sich Andritz zuversichtlich: Der Umsatz soll auf 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro steigen und die Marge zwischen 8,7 und 9,1 Prozent liegen.

(Bericht von Alexandra Schwarz-Goerlich, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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