* EU/ENERGIE - Die EU-Kommission will die Folgen der durch den Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise für die Industrie abfedern. Statt gedeckelter Preise für Erdgas setze sie auf eine Anpassung des Emissionshandels und staatliche Hilfen, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. In einem Brief an die EU-Staats- und Regierungschefs im Vorfeld des Gipfels am Donnerstag skizzierte sie Pläne, mehr Verschmutzungsrechte zur Verfügung zu stellen. Zudem sollen Industriebetriebe finanziell stärker unterstützt werden. Forderungen nach weitreichenderen Maßnahmen wie einer Umgestaltung des Strommarktes lehnte sie ab.
* USA/CHINA - US-Präsident Donald Trump verschiebt sein für Ende März geplantes Gipfeltreffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Er habe um einen Aufschub von rund einem Monat gebeten, da er wegen des Iran-Krieges in den USA bleiben müsse, sagte Trump in Washington. Geplant war der Besuch vom 31. März bis zum 2. April. Finanzminister Scott Bessent hatte zuvor gesagt, eine mögliche Verschiebung habe nichts mit der Haltung Pekings zur Straße von Hormus zu tun. Trump hat China gedrängt, bei der Öffnung der Meerenge zu helfen, die der Iran weitgehend blockiert.
* AFGHANISTAN/PAKISTAN - Bei einem mutmaßlichen pakistanischen Luftangriff auf ein Krankenhaus für drogenabhängige Menschen in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach Angaben der Taliban-Regierung mindestens 400 Menschen getötet und 250 verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagabend ereignet, sagte der stellvertretende Regierungssprecher der Taliban. Pakistan wies die Darstellung als falsch und irreführend zurück.
* NVIDIA <NVDA.O> - Der US-Halbleiterkonzern traut dem Markt für seine KI-Chips bis zum Jahr 2027 ein Umsatzvolumen von mindestens einer Billion Dollar zu. Konzernchef Jensen Huang nannte die Zahl auf seiner Entwicklerkonferenz GTC in Kalifornien. Zuletzt waren als Prognose 500 Milliarden Dollar bis 2026 genannt worden. Huang skizzierte vor mehr als 18.000 Interessierten in einer Eishockey-Arena in San Jose zudem eine Strategie, mit der Nvidia seine Position in dem schnell wachsenden Markt verteidigen will.
* DEUTSCHLAND/KONJUNKTUR/ZEW - Börsenprofis dürften unter dem Eindruck des Ölpreisschocks die Konjunkturaussichten deutlich skeptischer bewerten. Für die Umfrage des Mannheimer ZEW unter Investoren erwarten von Reuters befragte Experten einen Rückgang auf 39,0 Punkte, nach 58,3 im Februar. Die im Zuge des Nahostkrieges gestiegenen Energiekosten trüben laut führenden deutschen Forschungsinstituten die Wachstumsaussichten und dürften überdies die Inflation hochtreiben. Und dies in einer Zeit, in der sich Deutschland laut ZEW-Chef Achim Wambach in einer "Phase fragiler Erholung" befindet.
=========================================
* COMMERZBANK <CBKG.DE> - Die Gewerkschaft Verdi warnt vor einem massiven Stellenabbau bei einer möglichen Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank UniCredit. Bei einer Fusion könnten deutlich mehr als 10.000 Arbeitsplätze bei der Commerzbank unter Druck geraten, sagte Jan Duscheck, Bundesfachgruppenleiter Bankgewerbe bei Verdi, der Zeitung "Bild". "Bei Bankenfusionen werden fast immer Doppelstrukturen abgebaut", erklärte er.
* INFINEON <IFXGn.DE> und die europäischen Chipkonzerne NXP <NXPI.O> und STMicro <STMPA.PA> setzen bei der Ausstattung humanoider Roboter auf eine Zusammenarbeit mit Nvidia. Die drei Firmen gaben am Montag entsprechende Partnerschaften bekannt. Während Nvidia quasi das Gehirn der Maschinen liefert, wollen die Europäer die übrige Hardware beisteuern. Finanzielle Details wurden zunächst nicht genannt.
TERMINE:
* AUDI <VOWG.DE> - Die Premiumtochter des VW-Konzerns legt als letzter der deutschen Autobauer Details zu den Zahlen für das schwierige Geschäftsjahr 2025 vor.
* TUI <TUI1n.DE> - Der Reisekonzern sieht durch den hohen Ölpreis derzeit nur bedingt Auswirkungen auf sein Geschäft. "Wir sind zu 85 Prozent abgesichert. Das heißt, es trifft uns kurzfristig nur sehr sehr wenig", sagte TUI-Chef Sebastian Ebel der Zeitung "Die Welt". "Für den Sommer haben wir unsere Absicherung. Aber wenn der Ölpreis auf dem jetzigen Niveau bleibt oder weiter steigt, wird das mittelfristig - also für den Sommer 2027 - durchschlagen."
TERMINE:
07:00 - Fraport Frankfurt Airport Services Worldwide AG <FRAG.DE> Full Year 2025 Earnings Release
TERMINE:
07:00 - Springer Nature AG <SPGG.DE> Publication of FY 2025 results
* TK ELEVATOR - Der finnische Aufzughersteller Kone verhandelt einem Bericht zufolge über einen Kauf des Rivalen TK Elevator. Kone arbeite mit Beratern an einem Bar- und Aktien-Übernahmeangebot für die ehemalige Thyssenkrupp <TKAG.DE>-Tochter, die eigentlich in diesem Jahr an die Börse gebracht werden soll, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Ein formelles Angebot sei in einigen Wochen möglich, wenn Kone die Bücher des Düsseldorfer Unternehmens zu Ende geprüft habe.
* SEC - Die US-Börsenaufsicht bereitet einem Zeitungsbericht zufolge die Abschaffung der vierteljährlichen Berichtspflicht vor. Firmen sollen ihre Ergebnisse künftig auch nur halbjährlich vorlegen können, berichtete das "Wall Street Journal". US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt Ende 2025 für diesen Schritt ausgesprochen, woraufhin SEC-Chef Paul Atkins ankündigte, dies beschleunigt umzusetzen.
TERMINE:
Nvidia <NVDA.O> Investor Day
Qualcomm <QCOM.O> AGM
Sartorius <SATG.DE> Capital Markets Day
07:30 - Instone Real Estate <INS2.DE> Full Year 2025 Earnings Release
08:00 - Mayr-Melnhof Karton AG Full Year 2025 Earnings Release
09:00 - Audi Full Year 2025 Earnings Release
09:00 - Euronext <ENX.PA> holds its yearly conference
11:00 - Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV) presser
14:50 - Boeing <BA.N> CFO to speak at BoA conference
Zusatzinfo unter Doppelklick auf
Weitere Nachrichten finden Sie hier:
=========================================
* AUSTRALIEN/EU - Der australische Handelsminister Don Farrell hat sich zuversichtlich über den Fortschritt der Handelsgespräche mit der Europäischen Union gezeigt. Er habe in der Nacht ein produktives Telefonat mit EU-Handelskommissar Maros Sefcovic geführt, teilte Farrell am Dienstag mit. "Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Einigung erzielen können", erklärte der Minister. Die Verhandlungen zwischen Australien und der EU waren 2023 gescheitert, hauptsächlich wegen Unstimmigkeiten beim Marktzugang für Agrarprodukte.
TERMINE:
07:15 - SNB 2025 annual report
11:00 - Germany-ZEW
11:20 - ECB 7-day liquidity operation allotment
14:30 - UK finance minister Reeves delivers annual Mais Lecture
15:00 - ECB publishes weekly bond purchase and balance sheet data
=========================================
| INDIKATOREN: | ||||||
| Local | Country | Indicator | Period | Poll | Prior | Unit |
| Time | ||||||
| 11:00 | DE | ZEW Economic Sentiment | Mar | 39 | 58.3 | Net |
| balance | ||||||
Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.
Zusatzinfo unter: <ECON>
=========================================
* KUBA - US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen Kuba verschärft. Trump sagte vor Journalisten im Oval Office, er rechne mit der "Ehre", das Nachbarland "in irgendeiner Form zu übernehmen". "Ich meine, ob ich es befreie oder übernehme. Ich glaube, ich kann damit machen, was ich will", sagte Trump. Seine Äußerungen erfolgten inmitten bilateraler Gespräche zwischen den USA und Kuba sowie einer Wirtschaftskrise auf der Insel, die durch eine US-Ölblockade nach der Festnahme des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro verschärft wurde. Nach Trumps Aussagen berichtete die "New York Times", die Absetzung des kubanischen Präsidenten Miguel Diaz-Canel sei ein zentrales US-Ziel bei den Gesprächen.
* USA/IRAN - Die US-Regierung hat ihre Diplomaten weltweit angewiesen, bei verbündeten Staaten auf die Einstufung der iranischen Revolutionsgarden und der libanesischen Hisbollah als Terrororganisationen zu dringen. In einer internen Anweisung des US-Außenministeriums vom 16. März, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, begründet Außenminister Marco Rubio die Mitteilung mit einem erhöhten Angriffsrisiko durch den Iran und seine Verbündeten. Die US-Diplomaten sollen die Botschaft bis spätestens 20. März auf "höchstmöglicher Ebene" überbringen und sich dabei mit israelischen Kollegen abstimmen.
* NAHOST - Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada warnen vor einer großangelegten israelischen Bodenoffensive im Libanon. Ein solcher Schritt hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staaten.
TERMINE:
EU climate ministers meet in Brussels to discuss ETS changes
09:15 - Three Ukrainians accused of espionage for Russia go on trial in Germany
10:15 - German Foreign Minister Johann Wadephul, Greek counterpart Gerapetritis talk to press after meeting in Berlin
16:30 - US judge to weigh renewed bid to stop Trump ballroom project
18:00 - UN Security Council discusses hostilities in the Middle East
19:00 - Trump administration intelligence officials testify in US Congress
=========================================
* WALL STREET - Neue Kursphantasie im Technologiesektor hat den US-Börsen am Montag im Handelsverlauf Auftrieb gegeben. Vor allem Technologiewerte legten zu.
* ASIEN - Die Sorge vor einer Eskalation des Iran-Konflikts und die bevorstehenden Zinsentscheidungen wichtiger Notenbanken haben die Anleger an den asiatischen Börsen am Dienstag verunsichert. Dennoch legten die meisten Indizes zu. Ein Analyst sprach jedoch von einer technischen Gegenbewegung statt eines neuen Aufwärtstrends.
| DEVISEN | |||
| Währungen | Kurse | Veränderung in | |
| um | Prozent | ||
| 07:00 Uhr | |||
| Euro/Dollar <EUR=> | 1,1479 | -0,2% | |
| Pfund/Dollar <GBP=> | 1,3288 | -0,2% | |
| Dollar/Franken <CHF=> | 0,7891 | +0,2% | |
Euro/Franken| 0,9059 | -0,0% | | |
| Dollar/Yen <JPY=> | 159,43 | +0,2% | |
| Bitcoin/Dollar <BTC=> | 74.041,69 | -0,3% | |
| Ethereum/Dollar <ETH=> | 2.307,34 | -1,6% | |
| Kurs | EZB-Fixing am | ||
| um | 16.03.2026 | ||
| 07:00 Uhr | |||
| Euro/Pfund <EURGBP=> | 0,8638 | 0,8641 | |
| Zusatzinfo zum Devisenmarkt unter: | |||
| US-AKTIEN | |||
| Schlusskurse der | Stand Veränderung | in | |
| US-Indizesam Montag | Prozent | ||
| Dow Jones | 46.946,41 | +0,8% | |
| Nasdaq <.IXIC> | 22.374,18 | +1,2% | |
| S&P 500 <.SPX> | 6.699,38 | +1,0% | |
| Zusatzinfo zum US-Aktienmarkt | unter: | ||
| ASIATISCHE AKTIEN | |||
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 07:00 Veränderung | in | |
| Dienstag | Uhr | Prozent | |
| Nikkei <.N225> | 53.699,25 | -0,1% | |
| Topix | 3.624,67 | +0,4% | |
| Shanghai | 4.066,10 | -0,5% | |
| CSI300 | 4.660,60 | -0,2% | |
| Hang Seng <.HSI> | 25.888,92 | +0,2% | |
| Kospi | 5.673,61 | +2,2% | |
Zusatzinfo zu den asiatischen Aktienmärkten unter:
| EUROPÄISCHE AKTIEN | |
| Schlusskurse europäischer | Stand |
| Aktien-Indizes und -Futures | |
| am Montag | |
| Dax <.GDAXI> | 23.564,01 |
| EuroStoxx50 <.STOXX50E> | 5.739,01 |
| SMI <.SSMI> | 12.882,20 |
----------
| Indikationen | Stand |
| Dax bei Lang & | 23.610,00 |
| Schwarz <DAX=LUSG> | |
| Late/Early-Dax <.GDAXIL> | 23.620,98 |
| SMI-Future <FSMIc1> | 12.894,00 |
| Zusatzinfo zum Aktienmarkt unter: | |
| ANLEIHEN | |
| Anleihe-Futures | Stand |
| Bund-Future <FGBLc1> | 126,10 |
| T-Bond-Future <USc1> | 114,78 |
| Gilt-Future | 89,26 |
----------
| Anleihe-Renditen | Stand | Schluss-Rendit |
| e am | ||
| am 16.03.2026 | ||
| 10-jährige | 2,932% | 2,948% |
| Bundesanleihe <DE10YT=RR> | ||
| 30-jährige | 3,532% | 3,515% |
| Bundesanleihe <DE30YT=RR> | ||
| 10-jährige | 4,245% | 4,220% |
| US-Anleihe | ||
| 30-jährige | 4,888% | 4,858% |
| US-Anleihe | ||
| 10-jährige brit. | 4,766% | 4,765% |
| Anleihe <GB10YT=RR> | ||
| 30-jährige brit. | 5,471% | 5,438% |
| Anleihe <GB30YT=RR> | ||
| Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: | ||
| ROHSTOFFE | ||
| Energie und Metalle | Preise um | Veränderung in |
| 07:00 Uhr | Prozent | |
| Brent-Öl ($/Barrel) | 104,44 | +4,2% |
| WTI-Öl <CLc1> ($/Barrel) | 97,84 | +4,6% |
| US-Erdgas ($/MMBTU) | 3,0420 | +0,6% |
| Gold <XAU=> ($/Feinunze) | 5.020,61 | +0,3% |
| Kupfer ($/Tonne) | 12.847,00 | -0,1% |
Zusatzinfo zu den Rohstoffmärkten unter:
Falls Sie Fragen zu diesem Newsletter haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Refinitiv Client Trainer oder kontaktieren Sie marketing.automation@lseg.com. Vielen Dank!
(Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt, Berlin und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)