Frankfurt, 17. Mrz (Reuters) - Der Flughafenbetreiber Fraport <FRAG.DE> hat seinen Rekordgewinn wie angekündigt im vergangenen Jahr noch ausgebaut. Das operative Ergebnis (Ebitda) legte 2025 um zehn Prozent auf 1,44 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich sank der Gewinn allerdings wegen Abschreibungen und Zinsbelastungen um 6,7 Prozent auf 468 Millionen Euro. Die Passagierzahl am Hauptstandort Frankfurt lag mit rund 63 Millionen zehn Prozent unter dem Niveau von 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie. "Wir könnten in Frankfurt deutlich besser dastehen, wenn die viel zu hohen regulierten Standortkosten die Passagierentwicklung auf dem deutschen Markt nicht weiter ausbremsen würden", erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte.
Von Visible Alpha befragte Analysten rechneten im Schnitt mit einem Betriebsgewinn des MDax-Konzerns von 1,4 Milliarden Euro und 448 Millionen Euro Nettogewinn. Fraport will erstmals seit der Corona-Krise eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie zahlen.
Einschließlich aller internationalen Beteiligungsflughäfen übertraf die Zahl der Fluggäste mit 184 Millionen erstmals leicht den Vorkrisenwert. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert Fraport einen Anstieg auf 188 bis 195 Millionen Passagiere. In Frankfurt, wo im April das neue Terminal 3 öffnet, wird der Spitzenwert von 2019 von rund 70 Millionen immer noch nicht erreicht. Der Flughafenbetreiber rechnet mit 65 bis 66 Millionen Reisenden. Fraport peilt 2026 ein Betriebsergebnis von bis zu 1,5 Milliarden Euro an. Das Konzernergebnis soll hingegen deutlich sinken auf 300 bis 400 Millionen Euro, erneut aufgrund steigender Abschreibungen und höherer Zinsen. Das Unternehmen hat vor allem wegen hoher Investitionen gut acht Milliarden Euro Schulden.
(Bericht von Ilona Wissenbach, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)