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17.03.2026 /08:46:02
Mehr als 20 Tote bei Selbstmordanschlägen in Nigeria

Maiduguri, 17. Mrz (Reuters) - Bei einer Serie mutmaßlicher Selbstmordanschläge in der nigerianischen Stadt Maiduguri sind am Montag mindestens 23 Menschen getötet worden. Zudem seien 108 weitere Menschen verletzt worden, teilte die Polizei im Bundesstaat Borno am späten Abend mit. Den Angaben zufolge ereignete sich die erste Explosion bei einem Postamt im Stadtzentrum, unmittelbar gefolgt von einer weiteren auf einem belebten Markt in der Nähe. Weitere Detonationen trafen das Lehrkrankenhaus der Universität von Maiduguri sowie den östlichen Stadtteil Kaleri. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass die Anschläge von Selbstmordattentätern verübt wurden. Wer dahinter stecken könnte, wurde zunächst nicht gesagt. Die Sicherheitskräfte verstärkten Patrouillen in der Stadt, um weitere Anschläge zu verhindern.

Maiduguri ist die Hauptstadt des Bundesstaates Borno im Nordosten Nigerias. In der Region verüben die Islamisten-Gruppe Boko Haram und der westafrikanische Ableger der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (ISWAP) seit Jahren immer wieder Anschläge auf Zivilisten und staatliche Einrichtungen. Die Extremisten kämpfen für die Errichtung eines Gottesstaates. In dem Konflikt sind bereits Zehntausende Menschen getötet und rund zwei Millionen in die Flucht getrieben worden.



(Bericht von Ahmed Kingimi, geschrieben von Christian Götz, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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