München, 17. Mrz (Reuters) - Der Berliner Wissenschaftsverlag Springer Nature <SPGG.DE> hat seine Ziele im ersten vollen Jahr nach dem Börsengang trotz des Gegenwinds vom schwachen Dollar erreicht und verspricht für das laufende Jahr noch mehr. Der Umsatz sei 2025 bereinigt um 6,2 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro gestiegen, teilte Springer Nature am Dienstag mit. "Unser Segment Research entwickelte sich besser als der Markt, getragen von unserer anhaltenden Führungsrolle im Bereich Open Access", sagte Vorstandschef Frank Vrancken Peeters. Das bereinigte Betriebsergebnis kletterte ohne Wechselkurseffekte um 9,2 Prozent auf 543,6 Millionen Euro. Beide Zahlen liegen am unteren Ende der im Herbst anvisierten Spanne. Der Nettogewinn schnellte auf 384,5 (2024: 217,5) Millionen Euro. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 83 Cent je Aktie erhalten, nach 13 Cent 2024.
Für das neue Jahr stellte Springer Nature ein organisches Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent in Aussicht. "Wir setzen verstärkt auf Technologie und KI-gestützte Tools, um den Publikationsprozess zu transformieren, die Verbreitung vertrauenswürdigen Wissens zu beschleunigen und Glaubwürdigkeit sowie Integrität zu sichern. Diese Grundlage stärkt unsere Zuversicht, 2026 und darüber hinaus weiter zu wachsen", sagte Vrancken Peeters. Die bereinigte operative Umsatzrendite solle sich um etwa 0,3 Prozentpunkte verbessern. 2025 lag sie bei 28,2 Prozent. Dabei warnte Springer Nature allerdings davor, dass Währungseffekte das Umsatzwachstum bei einem Dollar-Kurs von 1,17 Euro um 3,2 Prozentpunkte und die Marge um 0,5 Prozentpunkte dämpfen würden.
Die Aussichten erfreuten die Anleger an der Börse: Die im Kleinwerteindex SDax <.SADXI> notierte Springer-Nature-Aktie, die seit Jahresbeginn mehr als 20 Prozent an Wert verloren hat, stieg am Dienstag um 3,7 Prozent. Die Zahlen für 2025 seien "solide" und der Ausblick besser als erwartet, sagte ein Händler.
(Bericht von Alexander Hübner, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)