| * Lufthansa will mit Vorschlag für neue Verhandlungen | ||
| sorgen | ||
| * | Piloten-Gewerkschaft prüft Angebot der Airline | |
| (Neu: | Reaktion der Piloten-Gewerkschaft) | |
| Berlin, 17. Mrz (Reuters) - Nach den jüngsten Streiks | ||
| der Piloten geht die Lufthansa <LHAG.DE> mit einem neuen Angebot | ||
| auf die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu. Die Airline | ||
| schlug am Dienstag vor, die bisherige sogenannte | ||
| Übergangsversorgung (ÜV) in die reguläre betriebliche | ||
| Altersvorsorge (bAV) zu überführen, um so den Tarifkonflikt | ||
| beizulegen. Dies könne die Betriebsrente für die | ||
| Cockpit-Beschäftigten bei der Kernmarke Lufthansa ("Classic") | ||
| und der Frachttochter Lufthansa Cargo substanziell verbessern, | ||
| ohne die Gesamtkosten für das Unternehmen zu erhöhen, hieß es. | ||
| Die Gewerkschaft erklärte in einer ersten Reaktion nur, die | ||
| Tarifkommission werde das Angebot prüfen. "Wir werden zu | ||
| gegebener Zeit über den weiteren Stand informieren." | ||
Konkret sieht der Vorschlag vor, das bisher getrennte System der Übergangsversorgung, das Piloten einen früheren Renteneintritt ermöglicht, in die allgemeine betriebliche Altersvorsorge zu integrieren. "Überschlägig könnte mit einer Überführung der ÜV eine Verbesserung der bAV um bis zu 50 Prozent darstellbar sein", hieß es in einer an die Gewerkschaft gerichteten Stellungnahme der Lufthansa-Verhandlungsführer. Der Konzern verwies darauf, die VC stelle die Versorgung von Wettbewerbern wie KLM <AIRF.PA> oder British Airways als vorbildlich dar. Diese hätten integrierte Systeme und kämen ohne eine getrennte Übergangsversorgung aus. Darüber wolle man wieder mit der Gewerkschaft Verhandlungen aufnehmen. Die VC fordert aber höhere Beiträge des Arbeitgebers zur Altersvorsorge - eine kostenneutrale Lösung durch einen Umbau des Systems lehnt sie bisher ab.
Bei der Lufthansa war es in der vergangenen Woche im Konflikt um die Betriebsrenten zum zweiten Streik in diesem Jahr mit massiven Flugausfällen gekommen. Inzwischen machen sich auch die Piloten der Tochter Eurowings bereit zum Arbeitskampf. In der Urabstimmung der VC sprachen sich 94 Prozent der Teilnehmenden für Streiks aus. Details zum weiteren Vorgehen nannte die Gewerkschaft nicht. Wie bei der Kernmarke geht es bei dem Ferienflieger um höhere Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge.
(Bericht von Klaus Lauer und Ilona Wissenbach, redigiert von Ralf Banser - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)