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17.03.2026 /13:18:39
FOKUS 1-Deutsche Bank: Werden von Kampf um Commerzbank profitieren

* Sewing: "Ich denke, dass wir in jedem Fall profitieren
werden."
 
*Deutsche Bank bereit, neue Kunden zu übernehmen
 
(Neu: Weitere Aussagen Sewing)
Frankfurt, 17. Mrz (Reuters) - Die Deutsche
Bank <DBKGn.DE> wird nach Einschätzung ihres Chefs Christian
Sewing vom Übernahmekampf um die Commerzbank <CBKG.DE>
profitieren. Sein Haus stehe bereit, neue Kunden an Bord zu
nehmen, sagte Sewing am Dienstag bei einer Konferenz auf die
Frage nach den Entwicklungen um die Commerzbank. Die Deutsche
Bank denke in Szenarien und sei für weiteres Wachstum
aufgestellt. "Wie immer es ausgehen wird, ich denke, dass wir in
jedem Fall profitieren werden", betonte Sewing.

Die italienische Großbank Unicredit, die bereits knapp 30 Prozent an dem Frankfurter Institut hält, hatte am Montag ein Übernahmeangebot für die Commerzbank in eigenen Aktien angekündigt. Die Commerzbank besteht auf ihrer Eigenständigkeit.

Auf der Konferenz äußerte sich Sewing zudem zu möglichen Risiken im Kreditgeschäft. Die Sorgen um Privatkredite ("Private Credit") würden zwar anhalten, stellten aber kein systemisches Risiko dar. Sein Institut verfolge in diesem Sektor strenge Zeichnungsstandards und habe noch "keinen einzigen Cent bei Privatkrediten verloren". Letztlich hänge alles von der Art der Kreditvergabe ab, fügte er hinzu. Aufsichtsbehörden haben Bedenken über das Engagement von Banken bei Privatkrediten geäußert, auch weil die Offenlegungspflichten gering sind. Der Sektor ist zudem von Sorgen über eine sich verschlechternde Kreditqualität und das Engagement im Softwaresektor geprägt.

Für das erste Quartal 2026 rechnet Sewing mit einer voraussichtlich seitwärts gerichteten Entwicklung der Erträge. Die Handelserträge in der Investmentbanksparte könnten "potenziell etwas niedriger" ausfallen, sagte er. Als Grund nannte Sewing unter anderem ungünstige Wechselkurse. Seine Jahresprognose bestätigte der Deutsche-Bank-Chef.

(Bericht von Tom Sims, bearbeitet von Matthias Inverardi, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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