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17.03.2026 /14:54:56
EXKLUSIV-Insider: Macquarie zieht sich wegen Iran-Kriegs aus Kuwait-Deal zurück

Düsseldorf, 17. Mrz (Reuters) - Der australische Infrastrukturinvestor Macquarie hat sich Insidern zufolge wegen des Iran-Kriegs aus dem milliardenschweren Bieterverfahren für eine Beteiligung am kuwaitischen Ölpipeline-Netz zurückgezogen. Das Geschäft hat ein Volumen von bis zu sieben Milliarden Dollar. Macquarie habe die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) am Freitag über den Ausstieg informiert, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Als Grund seien der Konflikt und die unsicheren Aussichten genannt worden.

Der Rückzug gilt als Zeichen dafür, dass der Konflikt die Begeisterung der Investoren für die Golfregion dämpft. Kuwait hat für sein Rohöl keine andere Exportroute als die Meerenge von Hormus, die der Iran für die Schifffahrt praktisch geschlossen hat. Trotz der unsicheren Lage versucht die staatliche KPC, den Verkauf voranzutreiben. Demnach werden bis zum 7. April unverbindliche Angebote erbeten. KPC habe den Verkaufsprozess nur wenige Stunden vor den ersten iranischen Raketenangriffen auf Städte am Golf im vergangenen Monat gestartet, sagte ein dritter Insider. Zu den Investoren, die zuvor Interesse bekundet hatten, gehören Berichten zufolge BlackRock und KKR <KKR.N>. Ob sie weiterhin interessiert sind, blieb zunächst offen. Von BlackRock und KPC war unmittelbar keine Stellungnahme zu erhalten. Macquarie und KKR lehnten einen Kommentar ab.

(Bericht von Hadeel Al Sayegh und Federico Maccioni in Dubai, Andres Gonzalez in London. Bearbeitet von Tom Käckenhoff. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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