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17.03.2026 /23:00:00
VORSCHAU-Was morgen wichtig wird

Berlin, 17. Mrz (Reuters) - Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über die absehbaren TOP-THEMEN des morgigen Tages aus den Ressorts Politik, Wirtschaft und Finanzmärkte. (Stand 23.00 Uhr)

DEUTSCHLAND/BUNDESTAG - Bundeskanzler Friedrich Merz wird am Nachmittag eine Regierungserklärung zum bevorstehenden EU-Gipfel abgeben. Dabei wird es um die Wettbewerbsfähigkeit Europas gehen, aber auch um die Kriege im Iran und der Ukraine. Eine Teilnahme von EU-Staaten an dem von den USA und Israel begonnenen Krieg in Nahost gilt als sehr unwahrscheinlich. Nach der 90-minütigen Debatte zur Regierungserklärung steht im Bundestag die Regierungsbefragung auf dem Programm. Den Fragen der Abgeordneten stellen sich dabei Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Verkehrsminister Patrick Schnieder.

DEUTSCHLAND/RECHENZENTREN - Das Bundeskabinett will die neue Rechenzentrumsstrategie von Digitalminister Karsten Wildberger beschließen. Mit dieser will die Bundesregierung den Rückstand bei Künstlicher Intelligenz auf die USA und China aufholen und die Kapazitäten von Rechenzentren bis 2030 mindestens verdoppeln. Die Kapazitäten speziell für KI sollen sich mindestens vervierfachen. Ebenfalls im Kabinett ist der Gesetzentwurf zum antragslosen Kindergeld. Der sieht vor, dass nach der Geburt das Kindergeld automatisch, ohne Antrag bei der Familienkasse, ausgezahlt wird.

FLUGHAFEN/STREIK - Wegen eines Streiks des Flughafenpersonals findet am Berliner Airport BER kein regulärer Flugbetrieb statt. Nach einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi zum Arbeitskampf kündigte der Flughafenbetreiber an, dass 445 geplante Abflüge und Landungen ausfallen und rund 57.000 Passagiere betroffen sind. BER-Chefin Aletta von Massenbach hofft auf eine Einigung im Tarifkonflikt um die etwa 2000 Flughafen-Beschäftigten bei der nächsten Verhandlungsrunde am 25. März. Verdi erwartet bis dahin allerdings ein verbessertes Angebot.

USA/ZINSEN - Die US-Notenbank muss in Zeiten des Nahost-Krieges und steigender Ölpreise den geldpolitischen Kurs bestimmen. Trotz der mit dem Militärkonflikt verbundenen Inflationsrisiken gehen von Reuters befragte Ökonomen davon aus, dass die Fed den Leitzins weiter in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent halten wird. Zugleich blicken Investoren mit Spannung auf den aktualisierten Zinsausblick der Währungshüter: Dabei wird sich zeigen, ob sie wie bereits im Dezember für 2026 einen Zinsschritt nach unten avisieren oder diese Option unter dem Eindruck des Ölpreisschocks vorerst vom Tisch nehmen.

EZB/BANKENAUFSICHT - Die EZB legt ihren Jahresbericht zur Bankenaufsicht im Euroraum vor. Sie hatte Geldhäuser zu einem soliden Risikomanagement aufgerufen - dies auch vor dem Hintergrund der Gefahr von Hacker-Angriffen und der zunehmenden geopolitischen Instabilität. Die EZB überwacht die Großbanken in der Euro-Zone, darunter hierzulande die Deutsche Bank und die Commerzbank.

EUROZONE/PREISE - Die Inflation im Euroraum dürfte bereits vor dem Ende Februar ausgebrochenen Nahost-Krieg auf dem Vormarsch gewesen sein. Klarheit bringen die finalen Daten des EU-Statistikamts Eurostat. Es hat in einer früheren Schätzzahl für Februar eine Teuerungsrate von 1,9 Prozent ermittelt. Im Januar hatte die Rate mit 1,7 Prozent noch deutlich unter der Zielmarke von 2,0 Prozent gelegen, die von der Europäischen Zentralbank mittelfristig als ideal für die Konjunktur angesehen wird.

AUMOVIO <AMV0n.DE>: Der von Continental <CONG.DE> 2025 abgespaltene Autozulieferer legt seine erste Jahresbilanz vor. Vom Unternehmen befragte Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von 18,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 19,5 Milliarden Euro) und einem bereinigten Betriebsergebnis von 706 Millionen Euro - das wäre ein Anstieg um mehr als 40 Prozent zum Vorjahr, als es noch die Autosparte des Reifenherstellers Conti war. Die Rendite läge damit bei knapp vier Prozent. Der MDAX-Konzern ist mit dem Abbau Tausender Stellen noch mitten in der Restrukturierung.

MICRON <MU.O> - Die kräftigen Preissteigerungen bei Speicherchips haben dem US-Konzern voraussichtlich zu einem Gewinnsprung verholfen. Börsianer erwarten von Micron zudem Aussagen zur Entwicklung der weltweiten Lieferengpässe für derartige Halbleiter. Das Unternehmen hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz zwischen 18,3 und 18,7 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn von 7,99 bis 8,39 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt.

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