Nachricht


18.03.2026 /04:31:22
US-Post droht Zahlungsunfähigkeit - Chef warnt vor Krise

Washington, 18. Mrz (Reuters) - Der staatliche US-Postdienst könnte nach Angaben seines Chefs bereits im Oktober oder November zahlungsunfähig werden. Die Behörde brauche höhere Briefmarkenpreise, mehr Kreditmöglichkeiten und weitere Reformen vom Kongress, sagte Postchef David Steiner am Dienstag vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses. "Wir sind in einer Krise", erklärte er den Abgeordneten. Als mögliche Sparmaßnahmen nannte Steiner eine Reduzierung der Zustellung von sechs auf fünf Tage pro Woche, was drei Milliarden Dollar jährlich sparen würde, sowie die Schließung kleiner Postämter in abgelegenen Gebieten mit Einsparungen von 840 Millionen Dollar. Zudem könnte der Preis für Standardbriefmarken von derzeit 0,78 auf einen Dollar oder mehr steigen. Die US-Post hat seit 2007 Verluste von 118 Milliarden Dollar angehäuft, da das Volumen von Standardbriefen, dem profitabelsten Produkt, auf den niedrigsten Stand seit den späten 1960er Jahren gefallen ist. Traditionelle Postdienste kämpfen weltweit mit dem Rückgang des Briefgeschäfts.

(Bericht von David Shepardson. Geschrieben von Isabelle Noack. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Hinsichtlich weiterer Informationen und einer gegebenenfalls erforderlichen Offenlegung potenzieller Interessenkonflikte nach § 85 WpHG der für die Erstellung der zugrunde liegenden Finanzinformationen oder Analysen verantwortlichen Unternehmen wird auf das Informationsangebot dieser Unternehmen (Internetseite und andere Informationskanäle) verwiesen.