| (Wiederholung vom Vorabend) |
| Berlin, 17. Mrz (Reuters) - Die Außenminister |
| Deutschlands und Frankreichs, Johann Wadephul und Jean-Noel |
| Barrot, zeigen sich zuversichtlich, dass das geplante gemeinsame |
| Kampfjet-Projekt FCAS doch noch zustande kommt. Beide Minister |
| äußerten sich am Dienstag auf der Veranstaltung "Europa 2026" |
| entsprechend. Es gebe zwar noch unterschiedliche Auffassungen. |
| Er sei aber zuversichtlich, dass es eine "sehr gute Lösung" |
| geben werde, sagt Wadephul. |
Das "Future Combat Air System" (FCAS) ist das wichtigste europäische Rüstungsprojekt. Es wird von Frankreich, Deutschland und Spanien vorangetrieben. Ziel ist die Entwicklung eines Kampfflugzeugs, das von einem Verbund aus bewaffneten und unbewaffneten Drohnen begleitet wird. Das System soll ab 2040 die Kampfjets vom Typ Rafale in Frankreich und den Eurofighter in Deutschland und Spanien ersetzen.
Industriell wird das Projekt von Dassault Aviation <AM.PA>, auf französischer Seite und von Airbus <AIR.PA> für Deutschland und Spanien geführt. Dassault soll für die Entwicklung des eigentlichen Kampfjets federführend sein. Seit Langem gibt es aber Streit über die Aufteilung der Arbeiten. Das Gesamtvolumen des Vorhabens wird auf rund 100 Milliarden Euro geschätzt. Dassault besteht auf einem deutlich größeren Arbeitsanteil, was Deutschland und Spanien ablehnen. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zudem auf ein unterschiedliches Anforderungsprofil verwiesen, das Deutschland und Frankreich an ein solches Flugzeug hätten. Auch ein Scheitern des Projekts ist nicht ausgeschlossen.
(Bericht von Alexander Ratz und Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)