Wien, 18. Mrz (Reuters) - Eine gesunkene Stromproduktion und die staatliche Gewinnabschöpfung haben das Ergebnis des österreichischen Versorgers Verbund im abgelaufenen Jahr belastet. Der sogenannte Energiekrisenbeitrag belastete das Ergebnis mit rund 136 Millionen Euro, teilte der mehrheitlich im Staatsbesitz befindliche Konzern am Mittwoch mit. Damit schöpft der Staat Erlöse von Stromerzeugern ab, um damit Entlastungsmaßnahmen zu finanzieren. Dennoch sollen die Aktionäre für 2025 eine höhere Dividende von insgesamt 3,15 Euro je Aktie erhalten. Davon profitiert ebenfalls der österreichische Staat, der 51 Prozent an dem Versorger hält. In der Ausschüttung ist eine Sonderdividende von 1,15 Euro enthalten. Im Vorjahr waren insgesamt 2,80 Euro ausgeschüttet worden.
Das operative Ergebnis (Ebitda) sank um 21,3 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro. Verbund verwies dabei auf eine deutlich gesunkene Stromproduktion aus Wasserkraft. Die Erzeugung lag gut 24 Prozent unter dem Vorjahreswert, da die Wasserführung der Flüsse unterdurchschnittlich war. Unter dem Strich schrumpfte das Konzernergebnis um gut ein Fünftel auf 1,49 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr zeigte sich das Management zurückhaltend. Das Ebitda wird zwischen 2,0 und 2,5 Milliarden Euro erwartet, das Konzernergebnis zwischen 900 Millionen und 1,2 Milliarden Euro.
(Bericht von Alexandra Schwarz-Goerlich, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)