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18.03.2026 /09:23:17
Unklarheit über libysche Ölproduktion nach Feuer an Pipeline

Benghasi/Wien, 18. Mrz (Reuters) - Ein Brand an einer Pipeline des großen libyschen Ölfelds Sharara hat für Unklarheit über die Förderung gesorgt. Während die staatliche Ölgesellschaft NOC erklärte, das Öl werde umgeleitet und die Produktion laufe weiter, berichteten Ingenieure vor Ort am Mittwoch von einer schrittweisen Stilllegung. Sharara ist eines der größten Ölfelder des Opec-Landes mit einer Kapazität von bis zu 320.000 Barrel pro Tag. Es wird von der NOC in einem Joint Venture mit Repsol, TotalEnergies <TTEF.PA>, OMV und Equinor betrieben.

Die NOC führte den Brand auf ein Leck an einem Ventil zurück und betonte, es habe keine Verletzten gegeben. Um Ausfälle zu begrenzen, werde das Rohöl nun über alternative Routen zum Hafen Mellitah sowie in Lagertanks der Raffineriestadt Zawiya transportiert. Drei Ingenieure sagten der Nachrichtenagentur Reuters hingegen, die Förderung werde nach einer Explosion an der Pipeline heruntergefahren. Die Reparaturarbeiten dürften etwa zwei Tage in Anspruch nehmen.

Die libysche Ölproduktion war seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar Gaddafi im Jahr 2011 wiederholt durch politische Unruhen, Blockaden und Proteste beeinträchtigt.

(Bericht von Ayman al-Warfalli, Enas Alashray und Ahmed Tolba, geschrieben von Alexandra Schwarz-Goerlich. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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