Frankfurt, 18. Mrz (Reuters) - Inflations- und Zinssorgen haben die Stimmung der US-Anleger an der Wall Street am Mittwoch getrübt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor am Vormittag (Ortszeit) 0,4 Prozent auf 46.817 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 <.SPX> stand 0,3 Prozent tiefer bei 6695 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq <.IXIC> fiel ebenfalls um 0,3 Prozent auf 22.420 Punkte.
Aktienanleger sehen wegen der Inflationsrisiken immer geringere Chancen für sinkende Zinsen in diesem Jahr. Die Erzeugerpreise waren im Februar um 3,4 Prozent und damit stärker als erwartet geklettert. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 2,9 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich legten die Preise um 0,7 Prozent zu, erwartet worden war ein Plus von 0,3 Prozent. Das untermauere die Vorstellung, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen in nächster Zeit nicht senken werde, sagte Art Hogan, Chefmarktstratege bei B. Riley Wealth.
Börsianer fürchten auch, dass die Preise weiter steigen, da der Nahostkonflikt die Schiffs- und Ölpreise in die Höhe treibt. Sie gehen nun davon aus, dass die Fed die Zinsen nicht zum Jahresende, sondern erst im April 2027 senken dürfte. Bei der am Mittwochabend anstehenden Fed-Entscheidung wird entsprechend damit gerechnet, dass die Zinsen unangetastet bleiben werden.
Höhere Ölpreise führten zu Kursverlusten bei Aktien aus dem Reisesektor. Papiere der Airlines Delta <DAL.O>, American <AAL.O> und des Kreuzfahrtbetreibers Carnival <CCL.N> sackten um bis zu 1,1 Prozent ab. Im Energiesektor legten Occidental <OXY.N> hingegen um 1,7 Prozent zu. Überraschend positive Quartalszahlen beflügelten die Titel von Macy's <M.N>. Der bereinigte Gewinn je Aktie der Kaufhauskette lag im abgelaufenen Quartal bei 1,67 Dollar und damit über den Analystenschätzungen von 1,53 Dollar. Macy's verteuerte sich um 4,6 Prozent.
(Bericht von Johann M Cherian und Utkarsh Hathi, geschrieben von Anika Ross, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)