Nachricht


18.03.2026 /23:00:00
VORSCHAU-Was morgen wichtig wird

Berlin, 18. Mrz (Reuters) - Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über die absehbaren TOP-THEMEN des morgigen Tages aus den Ressorts Politik, Wirtschaft und Finanzmärkte. (Stand 23.00 Uhr)

EU-GIPFEL ? Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union kommen in Brüssel zu einem Gipfeltreffen zusammen. Dabei wird es um die Wettbewerbsfähigkeit Europas gehen, aber auch um die Kriege im Iran und der Ukraine. Kanzler Friedrich Merz fordert eine Freigabe russischer Vermögenswerte für einen 90-Milliarden-Kredit an die Ukraine. Bei der Frage der Folgen des Iran-Krieges für die europäische Wirtschaft wird es auch darum gehen, ob die Belastung durch den CO2-Emissionshandel ausgesetzt und ob es einen Spritpreisdeckel geben soll. Die Bundesregierung lehnt dies ab.

EU/USA/HANDEL - Der Handelsausschuss des EU-Parlaments stimmt Insidern zufolge über Teile des geplanten Handelsabkommens mit den USA ab. Das 2025 ausgehandelte Abkommen sieht unter anderem einen pauschalen Zoll von 15 Prozent auf Waren vor. Die EU hatte dessen Ratifizierung auf Eis gelegt, nachdem US-Präsident Donald Trump neue Zölle angekündigt hatte. Zuvor hatte der Supreme Court einen Großteil der von Trump verhängten Einfuhrgebühren gekippt.

USA/JAPAN - US-Präsident Donald Trump empfängt die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zu Gesprächen im Weißen Haus. Es ist das erste persönliche Treffen Trumps mit einem wichtigen Verbündeten, seit er von anderen Staaten die Entsendung von Kriegsschiffen in die vom Iran weitgehend blockierte Straße von Hormus gefordert hat. Für Takaichi gilt der Besuch als diplomatischer Drahtseilakt, da die pazifistische Verfassung Japans militärische Auslandseinsätze stark einschränkt und die Bevölkerung eine Verwicklung in den Nahost-Krieg mehrheitlich ablehnt.

EZB/ZINSEN - Trotz des Ölpreisschocks dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) eine weitere Zinspause einlegen. Viele Experten erwarten, dass der Einlagensatz vorerst bei 2,0 Prozent gehalten wird, im Sommer allerdings eine Erhöhung folgen könnte. Der seit Ende Februar tobende Iran-Krieg hat die Energiekosten in die Höhe getrieben und schürt die Angst vor einer neuen Inflationswelle. Im Fokus der Investoren stehen daher die aktualisierten Projektionen der EZB-Fachleute zur Preisentwicklung und auch zum Wirtschaftswachstum. EZB-Chefin Christine Lagarde machte bereits klar, dass man alles Nötige tun werde, um die Teuerung im Zaum zu halten.

NOTENBANKEN/ZINSEN - Auch die Notenbanken in Japan, England und der Schweiz entscheiden über ihren Zinskurs. Alle drei dürften nach den Erwartungen der Analysten nicht an ihren Leitzinsen rütteln. Der Nahostkrieg und der damit einhergehende Ölpreisanstieg machen die Ausrichtung der Geldpolitik schwierig, da womöglich neue Inflationsgefahren lauern. Der Chef der Bank of Japan, Kazuo Ueda, verzichtete jüngst auf die Wiederholung des üblichen Mantras, wonach man die Zinsen anheben wolle, sollte sich die Wirtschaft weiter erholen. Der geldpolitische Schlüsselzins liegt in Japan bei 0,75 Prozent, in England bei 3,75 Prozent. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird den Leitzins den Erwartungen zufolge trotz der jüngsten Aufwertung des Frankens auf dem niedrigsten Niveau aller größeren Währungsräume belassen: bei null Prozent.

VONOVIA <VNAn.DE> - Der neue Chef Luka Mucic stellt seine Überlegungen für die Zukunft des größten deutschen Immobilienkonzerns vor. Vonovia hat die Krise der Branche hinter sich gelassen und will nun wieder auf Wachstum schalten. Zugleich will der Konzern mit Dienstleistungen rund um das Wohnen punkten. Vonovia drückt indes wegen der rasanten Expansion mit zahlreichen Übernahmen in der Vergangenheit eine milliardenschwere Schuldenlast. Mucic stellt nun die Zahlen für das vergangene Jahr vor, erläutert den Ausblick und wird auch Fragen zur künftigen Verschuldung beantworten müssen.

UNITED INTERNET <UTDI.DE>/1&1 <1U1.DE>/IONOS <IOSn.DE> - Bei der Präsentation der Geschäftszahlen des Internet-Anbieters United Internet und seiner Ableger steht erneut die Mobilfunktochter 1&1 im Rampenlicht. Börsianer richten ihre Aufmerksamkeit auf die Kosten für den Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes, das den Gewinn in den vergangenen Quartalen geschmälert hatte. Zudem kursieren Gerüchte über eine Fusion von 1&1 mit Telefonica Deutschland oder Vodafone. 1&1-Chef und -Mehrheitsaktionär Ralph Dommermuth hat diesen Spekulationen jedoch eine Absage erteilt.

(Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Hinsichtlich weiterer Informationen und einer gegebenenfalls erforderlichen Offenlegung potenzieller Interessenkonflikte nach § 85 WpHG der für die Erstellung der zugrunde liegenden Finanzinformationen oder Analysen verantwortlichen Unternehmen wird auf das Informationsangebot dieser Unternehmen (Internetseite und andere Informationskanäle) verwiesen.