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18.03.2026 /22:31:05
KORRIGIERT-FOKUS 1-Ölpreis steigt nach Angriffen auf iranische Energieanlagen

(Streicht im vorletzten und letzten Satz des zweiten Absatzes die Verweise auf eine Raffinerie)

*Erster bekannter Angriff auf Irans Energie-Anlagen
 
*Katar verurteilt Attacke und macht Israel
verantwortlich
 
*Ölpreis steigt auf über 109 Dollar je Barrel
 
Dubai, 18. Mrz (Reuters) - Eine drohende Ausweitung des
Krieges gegen den Iran auf die Energieinfrastruktur am Golf hat
am Mittwoch die Ölpreise nach oben getrieben. Nach Berichten
über Angriffe auf das riesige iranische Erdgasfeld Pars kündigte
die Islamische Republik an, drei konkrete Industrieanlagen der
Energiebranche in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten
Arabischen Emiraten ins Visier zu nehmen. Es war der erste
bekannte Angriff in dem Krieg auf die iranische
Energieinfrastruktur. Katar warf Israel eine "gefährliche und
verantwortungslose" Eskalation vor. Eine israelische
Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Infolge der Nachrichten
stieg der Preis für die Ölsorte Brent um bis zu sechs
Prozent auf über 109 Dollar je Fass.

Der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge wurden bei dem Angriff auf Pars Tanks und Teile einer Raffinerie in Assalujeh beschädigt. Die iranischen Revolutionsgarden kündigten Vergeltungsschläge "in den kommenden Stunden" an und riefen zur Evakuierung konkreter Ziele auf: Die saudische Raffinerie Samref, das Erdgasfeld Al Hosn in den Emiraten sowie in Katar der petrochemische Komplex Messaiid, die Messaiid Holding Company und Ras Laffan. Ein Insider sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Katar ziehe Personal von Ras Laffan ab.

US-DIESELPREIS ÜBERSTEIGT MARKE VON FÜNF DOLLAR JE GALLONE

Der Iran stoppte einem irakischen Regierungsvertreter zufolge die Erdgaslieferungen in das Nachbarland, um den eigenen Bedarf zu decken. Dies bedroht die Stromversorgung im Irak, der bis zu 40 Prozent seines Energiebedarfs aus dem Iran bezieht. Das angegriffene Feld Pars ist der iranische Teil des weltweit größten Erdgasvorkommens, das sich die Islamische Republik mit Katar teilt. Der Iran nutzt das dort geförderte Erdgas fast ausschließlich für den Eigenbedarf. Wegen des Krieges hat Katar seine Produktion von verflüssigtem Erdgas (LNG) bereits vollständig eingestellt. Infolgedessen fehlen dem Weltmarkt derzeit 20 Prozent des Angebots. Analysten befürchten, dass Schäden an den Anlagen den Ausfall verlängern könnten.

In den etwa drei Wochen des Krieges hatten die USA und Israel bislang darauf verzichtet, iranische Energieanlagen am Golf anzugreifen. Ein solcher Schritt könnte Vergeltungsschläge gegen andere Produzenten nach sich ziehen und es den Weltmärkten erschweren, sich von der bislang größten Unterbrechung der fossilen Energieversorgung zu erholen. Grund ist die fast vollständige Sperrung der Straße von Hormus.

US-Vizepräsident JD Vance zufolge will die Regierung in Washington in den kommenden 24 bis 48 Stunden Maßnahmen zu den Energiepreisen bekanntgeben. Der Agentur Bloomberg zufolge sollen sich Vance und andere hochrangige Regierungsvertreter am Donnerstag mit Vertretern der Ölindustrie treffen. Ein Anstieg des Öl- und damit auch der Diesel- und Benzinpreise birgt politischen Sprengstoff in den USA, die am 28. Februar den Krieg zuzsammen mit Israel gegen den Iran begonnen hatten. Vor der Kongresswahl im November ist die Teuerung in der Bevölkerung ein zentrales Thema. Der Preis für eine Gallone Diesel stieg auf über fünf Dollar (1,15 Euro pro Liter). Zuletzt hatte eine Gallone Diesel im Jahr 2022 diese Marke erreicht. Die damalige Inflationswelle setzte Trumps Vorgänger Präsident Joe Biden politisch empfindlich zu.

(Bericht von Stephanie Kelly, Ahmed Elimam und Reuters-Journalisten in Dubai Bearbeitet von Alexander Ratz und Scot W. Stevenson Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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