Nachricht


18.03.2026 /20:03:05
BÖRSEN-TICKER-US-Börsen beschleunigen Talfahrt während Powell-Aussagen

18. Mrz (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

20.00 Uhr - Während der Ausführungen von Fed-Chef Jerome Powell rutschen die US-Aktienindizes weiter ab. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verliert 1,4 Prozent auf 46.327 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 <.SPX> und der Index der Technologiebörse Nasdaq <.IXIC> fallen um je 1,1 Prozent. Der Dollar-Index <=USD>, der den Greenback im Verhältnis zu sechs wichtigen Währungen misst, baut seine Gewinne aus und steht 0,5 Prozent höher bei 100,06 Punkten. Die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries steigt auf 4,259 Prozent von 4,218 Prozent kurz nach der Verkündung der Zinsentscheidung.

17.00 Uhr - Bitcoin <BTC=> gerät im Vorfeld des anstehenden Zinsentscheids der US-Notenbank unter Druck. Die Cyberdevise rutscht um vier Prozent auf 71.427 Dollar ab. "Aus Sorge vor geldpolitischen Überraschungen üben sich Investoren in Zurückhaltung", sagt Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research. Steigende Ölpreise infolge der Spannungen schürten zudem Inflationsängste und dämpften die Risikobereitschaft der Investoren.

15.20 Uhr - Versorgungsängste treiben die Ölpreise wieder in die Höhe. Nach einem Angriff auf das iranische Gasfeld Pars sind die Gaslieferungen in den Irak einem Insider zufolge unterbrochen. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um 5,4 Prozent auf 108,82 Dollar je Fass, während die US-Sorte WTI <CLc1> um 4,6 Prozent auf 98,36 Dollar steigt. Am Vormittag hatten die Preise noch im Minus gelegen. "Ich denke, der Katalysator für den Umschwung sind wirklich diese Schlagzeilen über die Angriffe auf Gas- und Ölfelder im Iran", sagt Mike Brown, leitender Stratege bei Pepperstone. "Ich denke, der Grund, warum die Märkte so negativ darauf reagiert haben, liegt darin, dass die Energieinfrastruktur bisher weitgehend verschont geblieben ist." Es wäre eine "ziemlich bedeutende Eskalation", wenn diese nun auf der Zielliste stünde, ergänzt er.

13.55 Uhr - Unerwartet stark gestiegene Erzeugerpreise in den USA drücken die US-Aktienfutures ins Minus. Die Daten dämpfen die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen in diesem Jahr senken wird. Auch der Dax <.GDXI> gibt anfängliche Gewinne wieder ab und fällt um ein halbes Prozent auf 23.615 Punkte. Die US-Erzeugerpreise stiegen im Februar auf Jahresbasis um 3,4 Prozent, wie das Arbeitsministerium mitteilt. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 2,9 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich legten die Preise um 0,7 Prozent zu, erwartet worden war ein Plus von 0,3 Prozent. Die Kernrate ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise lag auf Jahresbasis bei 3,9 Prozent, verglichen mit einer Schätzung von 3,7 Prozent. Die Futures der drei wichtigsten US-Indizes verlieren jeweils rund 0,2 Prozent.

13.40 Uhr - Aktien des Diagnostik-Herstellers Biomerica <BMRA.O> legen im vorbörslichen US-Handel um rund acht Prozent zu. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben den ersten kommerziellen Auftrag aus Europa für seinen "Hp Detect"-Stuhltest erhalten. Die Order von einer der größten europäischen Laborketten sei für den britischen Markt bestimmt. Der Test weist das Bakterium Helicobacter pylori nach, das Magengeschwüre und Magenkrebs verursachen kann. Die große Reichweite der Laborkette könne dazu beitragen, den Umsatz in ganz Europa zu steigern und zu Nachbestellungen führen, wenn die Tests zur Routine würden, teilte Biomerica mit.

13.20 Uhr - Brembo vergrault die Anleger mit einem trüben Geschäftsausblick. Die Aktien des italienischen Bremsen-Spezialisten stürzen an der Mailänder Börse um bis zu 10,5 Prozent ab - zeitweise wurde der Handel mit den Papieren angehalten. "Mit Blick auf das Jahr 2026 hat sich das geopolitische Szenario weiter verschlechtert, und der globale Automobilmarkt zeigt noch keine Anzeichen einer Erholung", sagte Konzernchef Matteo Tiraboschi. Für 2026 sei weder mit einem Wachstum der Kerngewinnmarge noch mit einem Umsatzwachstum zu rechnen. Im vergangenen Jahr betrug die Marge 16,5 Prozent bei Umsätzen in Höhe von 3,7 Milliarden Euro. Der Nettogewinn war um 20 Prozent eingebrochen.

13.05 Uhr - Eine Kaufempfehlung treibt die Aktien von Fielmann <FIEG.DE> an die Spitze im MDax <.MDAXI>. Die Titel der Optikerkette steigen um rund fünf Prozent, nachdem die Analysten von Bofa Global Research ihre Empfehlung auf "Buy" von zuvor "Neutral" angehoben haben. Zugleich setzten sie das Kursziel auf 53 von zuvor 51 Euro hoch.

13.00 Uhr - Überraschend positive Quartalszahlen beflügeln die Aktien von Macy's <M.N>. Die Titel der US-Kaufhauskette legen im vorbörslichen US-Geschäft um neun Prozent zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag im abgelaufenen Quartal bei 1,67 Dollar und damit über den Analystenschätzungen von 1,53 Dollar. Für das Gesamtjahr blieb der Konzern aber vorsichtig und prognostizierte einen Rückgang beim bereinigten Jahresgewinn auf 1,90 und 2,10 Dollar pro Aktie. Analysten haben im Schnitt mit 2,17 Dollar gerechnet.

09.35 Uhr - Trübe Aussichten schlagen Anlegern bei HelloFresh <HFG.DE> auf den Magen. Die Anteilsscheine des Kochboxversenders brechen in der Spitze um fast zehn Prozent auf 4,12 Euro ein und fallen damit auf ein Rekordtief. Nach einem deutlichen Rückgang der Erlöse im abgelaufenen Jahr rechnet das Berliner Unternehmen auch 2026 mit weiter schrumpfenden Geschäften. "Es ist schwer, positive Aspekte zu finden, obwohl sich die Aktie bereits in der Flaute befindet", kommentierte ein Händler die Geschäftszahlen und den Ausblick des Unternehmens.

08.13 Uhr - Eine Heraufstufung sorgt für Rückenwind bei Heidelberg Materials <HEIG.DE>. Die Aktien des Baustoffkonzerns steigen im Frankfurter Frühhandel um vier Prozent, nachdem die US-Bank Morgan Stanley die Titel auf "Overweight" von "Underweight" hochgesetzt hat. Dies treibe die Aktie an, sagte ein Händler.

07.45 Uhr - Eine Einigung zwischen der irakischen Regierung und den kurdischen Behörden über die Wiederaufnahme von Ölexporten über den türkischen Hafen Ceyhan drückt den Ölpreis. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verbilligt sich um bis zu drei Prozent auf 100,34 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI <CLc1> fällt zeitweise mehr als vier Prozent auf 91,96 Dollar. "Jedes zusätzliche Handelsvolumen, das in der aktuellen Situation wieder in den Markt fließt, ist wertvoll, daher sanken die Preise entsprechend", sagte Anh Pham, LSEG-Analyst. Auch der Tod des iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani und die Angriffe des US-Militärs auf iranische Küstenstellungen in der Nähe der Straße von Hormus schürte Spekulationen, dass der Konflikt früher beendet werden könnte, sagte Mingyu Gao, Experte für Energie und Chemie bei China Futures.

(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



Hinsichtlich weiterer Informationen und einer gegebenenfalls erforderlichen Offenlegung potenzieller Interessenkonflikte nach § 85 WpHG der für die Erstellung der zugrunde liegenden Finanzinformationen oder Analysen verantwortlichen Unternehmen wird auf das Informationsangebot dieser Unternehmen (Internetseite und andere Informationskanäle) verwiesen.