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18.03.2026 /21:27:04
FOKUS 4-Fed-Zinsprognose und Nahost-Sorgen drücken US-Börsen

* Fed tastet Leitzinsen erwartungsgemäß nicht an
 
*Aber nur eine Zinssenkung bis Jahresende angepeilt
 
*Öl verteuert sich weiter - Angriff auf Erdgasfeld
 
(Neu: Schlussskurse)
New York, 18. Mrz (Reuters) - Die Aussicht auf eine
straffere US-Geldpolitik angesichts des Nahost-Konflikts hat die
US-Börsen am Mittwoch belastet. Nachdem die US-Notenbank Fed
signalisierte, die Zinsen in diesem Jahr voraussichtlich nur
einmal zu senken, bauten die großen Indizes im späten Handel
ihre Verluste aus. Die Währungshüter ließen den Leitzins wie von
Experten erwartet zwar unverändert. Aus den neuen Projektionen
geht jedoch hervor, dass der Zins bis Jahresende nur um einen
Viertelprozentpunkt sinken dürfte. Einen Zeitplan nannten die
Zentralbanker nicht. Sie verwiesen auf die wirtschaftlichen
Risiken durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,6 Prozent tiefer mit 46.225 Punkten. Der technologielastige Nasdaq <.IXIC> gab 1,5 Prozent auf 22.152 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 <.SPX> 1,4 Prozent auf 6624 Stellen.

Für Unruhe sorgte zudem ein erneuter Sprung des Ölpreises. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich auf fast 110 Dollar je Fass, nachdem eine iranische Nachrichtenagentur über Angriffe auf Energieanlagen in Süd-Pars und Asaluyeh berichtet hatte. Dies schürte an der Wall Street Inflationssorgen. Zuvor hatte das US-Arbeitsministerium mitgeteilt, dass die Erzeugerpreise um 3,4 Prozent gestiegen seien ? deutlich stärker als die von Experten erwarteten 2,9 Prozent. Die Fed geht davon aus, dass der Ölpreisanstieg nur vorübergehende Effekte auf die Teuerung hat.

"Sie sind etwas besorgter über den Aufwärtsdruck des Öls auf die Inflation", sagte Sam Stovall, Stratege beim Analysehaus CFRA. Gleichzeitig signalisiere die Fed jedoch, dass die Wirtschaft stabil bleibe. "Der Glaube scheint zu sein, dass sich die Inflationssituation kurzfristig von selbst lösen könnte (...) dass es eher eine Bodenwelle als eine Mauer sein wird."

Bei den Einzelwerten legten AMD <AMD.O> zu. Der Chiphersteller hatte sich mit Samsung Electronics auf eine Ausweitung der Partnerschaft bei Speicherchips für KI-Infrastruktur geeinigt.

Nvidia <NVDA.O> gaben dagegen nach, obwohl der Konzern von Peking grünes Licht für den Verkauf seiner zweitstärksten KI-Chips in China erhalten hatte.

Gefragt waren zudem Papiere von Micron <MU.O> vor der Vorlage der Quartalszahlen sowie die Titel von SanDisk <SNDK.O>.

Ein optimistischer Ausblick und ein überraschend hoher Quartalsgewinn trieben Aktien von Macy's <M.N> nach oben. Die Kaufhauskette rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit geringeren Belastungen durch Zölle als befürchtet.

(Bericht von Noel Randewich, geschrieben von Ralf Bode Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)

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