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19.03.2026 /07:07:24
Guten Morgen von Reuters am Donnerstag, dem 19. März

TOP NEWS:

* NAHOST - Der Krieg hat sich auf die Energie-Infrastruktur der Region ausgeweitet. Nach einem Angriff auf das riesige iranische Gasfeld Pars mutmaßlich durch Israel schoss der Iran Raketen auf Katar und Saudi-Arabien. An den Märkten löste die Entwicklung Sorgen vor länger anhaltenden Problemen bei der globalen Energieversorgung aus. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg um rund sechs Prozent auf über 109 Dollar. Bislang hatten die USA und Israel die Energieproduktion des Iran nicht direkt angegriffen, um Vergeltungsschläge gegen Nachbarstaaten zu vermeiden.

* USA/FED - Der Chef der US-Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell, hat sich am Mittwoch geweigert, trotz strafrechtlicher Ermittlungen gegen ihn zurückzutreten. Er werde nicht von seinem Posten im Fed-Verwaltungsrat weichen, bis die Untersuchung transparent und endgültig abgeschlossen sei, sagte Powell nach der jüngsten Zinssitzung, bei der die Fed die Zinsen in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent stabil hielt.

* EU-GIPFEL ? Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union kommen in Brüssel zu einem Gipfeltreffen zusammen. Dabei wird es um die Wettbewerbsfähigkeit Europas gehen, aber auch um die Kriege im Iran und der Ukraine. Kanzler Friedrich Merz fordert eine Freigabe russischer Vermögenswerte für einen 90-Milliarden-Kredit an die Ukraine. Bei der Frage der Folgen des Iran-Krieges für die europäische Wirtschaft wird es auch darum gehen, ob die Belastung durch den CO2-Emissionshandel ausgesetzt und ob es einen Spritpreisdeckel geben soll. Die Bundesregierung lehnt dies ab.

* EU/USA/HANDEL - Der Handelsausschuss des EU-Parlaments stimmt Insidern zufolge über Teile des geplanten Handelsabkommens mit den USA ab. Das 2025 ausgehandelte Abkommen sieht unter anderem einen pauschalen Zoll von 15 Prozent auf Waren vor. Die EU hatte dessen Ratifizierung auf Eis gelegt, nachdem US-Präsident Donald Trump neue Zölle angekündigt hatte. Zuvor hatte der Supreme Court einen Großteil der von Trump verhängten Einfuhrgebühren gekippt.

* USA/SAUDI-ARABIEN - Zwölf demokratische US-Abgeordnete haben Außenminister Marco Rubio am Mittwoch aufgefordert, bei einem geplanten Atomabkommen mit Saudi-Arabien auf strenge Sicherheitsvorkehrungen zu bestehen. In einem Brief verlangten die Kongressmitglieder, darunter die Senatoren Ed Markey und Jeff Merkley, den sogenannten "Goldstandard" bei der Nichtverbreitung von Atomwaffen einzuhalten.

* USA/JAPAN - US-Präsident Donald Trump empfängt die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zu Gesprächen im Weißen Haus. Es ist das erste persönliche Treffen Trumps mit einem wichtigen Verbündeten, seit er von anderen Staaten die Entsendung von Kriegsschiffen in die vom Iran weitgehend blockierte Straße von Hormus gefordert hat. Für Takaichi gilt der Besuch als diplomatischer Drahtseilakt, da die pazifistische Verfassung Japans militärische Auslandseinsätze stark einschränkt und die Bevölkerung eine Verwicklung in den Nahost-Krieg mehrheitlich ablehnt.

* EZB/ZINSEN - Trotz des Ölpreisschocks dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) eine weitere Zinspause einlegen. Viele Experten erwarten, dass der Einlagensatz vorerst bei 2,0 Prozent gehalten wird, im Sommer allerdings eine Erhöhung folgen könnte. Der seit Ende Februar tobende Nahost-Krieg hat die Energiekosten in die Höhe getrieben und schürt die Angst vor einer neuen Inflationswelle. Im Fokus der Investoren stehen daher die aktualisierten Projektionen der EZB-Fachleute zur Preisentwicklung und auch zum Wirtschaftswachstum. EZB-Chefin Christine Lagarde machte bereits klar, dass man alles Nötige tun werde, um die Teuerung im Zaum zu halten.

* NOTENBANKEN/ZINSEN - Auch die Notenbanken in England und der Schweiz entscheiden über ihren Zinskurs. Auch sie dürften nach den Erwartungen der Analysten nicht an ihren Leitzinsen rütteln. Der Nahostkrieg und der damit einhergehende Ölpreisanstieg machen die Ausrichtung der Geldpolitik schwierig, da womöglich neue Inflationsgefahren lauern.

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FIRMEN UND BRANCHEN:

* VONOVIA <VNAn.DE> - Deutschlands größter Immobilienkonzern sieht sich nach dem Ende der Branchenkrise auf Wachstumskurs. Für das Jahr 2026 erwarte Vonovia unter dem neuen Chef Luka Mucic einen bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) von 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro. Insgesamt verbuchte Vonovia im vergangenen Jahr Zuwächse: Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg um sechs Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn vor Steuern (Ebt) kletterte um 4,8 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro.

TERMINE:

07:00 - Vonovia SE <VNAn.DE> Full Year 2025 Earnings Release

08:30 - BMW <BMWG.DE> production chief and future CEO gives keynote after i3 debut



MDAX:

TERMINE:

07:00 - HELLA GmbH & Co KGaA <HLE.DE> Full Year 2025 Earnings Release

07:00 - Lanxess AG <LXSG.DE> Q4 2025 Earnings Release

07:00 - Knorr Bremse AG <KBX.DE> Full Year 2025 Earnings Release

07:00 - Rational AG <RAAG.DE> Full Year 2025 Earnings Release

07:30 - United Internet AG <UTDI.DE> Full Year 2025 Earnings Release



SDAX:

TERMINE:

06:50 - Elmos Semiconductor SE <ELGG.DE> Full Year 2025 Earnings Release

07:00 - PVA TePla AG <TPEG.DE> Full Year Results

07:30 - IONOS Group SE <IOSn.DE> Full Year 2025 Earnings Release

07:30 - Saf-Holland SE <SFQ.DE> Q4 2025 Earnings Release

07:30 - Vossloh AG <VOSG.DE> Full Year Results



FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN:

* TENNET GERMANY - Nach dem Einstieg des Bundes beim größten deutschen Strom-Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany will das Unternehmen seine Investitionen ins Übertragungsnetz erhöhen. Bis 2023 sollten jährlich rund 13 Milliarden Euro in den Netzausbau fließen, sagte Finanzchef Markus Binder der "Börsen-Zeitung". 2025 wurde der Rekordwert von zehn Milliarden Euro investiert.

* MICRON <MU.O> - Kräftig gestiegene Speicherchippreise haben dem Konzern zu einem überraschend deutlichen Umsatz- und Gewinnsprung verholfen. Micron habe bei allen wichtigen Kennziffern neue Rekordwerte erreicht, sagte Konzernchef Sanjay Mehrotra. Der Trend werde sich dank der anhaltend starken Nachfrage und eines weltweit knappen Angebots im laufenden Quartal voraussichtlich fortsetzen.

* ANTHROPIC - Die zum Bertelsmann-Konzern <BTGGg.F> gehörende Musikfirma BMG Rights Management hat das auf KI-Unternehmen Anthropic wegen der Verletzung von Urheberrechten bei der Nutzung von Songtexten verklagt. BMG erklärte in der bei einem Bundesgericht in Kalifornien eingereichten Klage, dass Anthropic Songtexte von Hits der Rolling Stones, von Bruno Mars, Ariana Grande und anderen bekannten Rock- und Popmusikern kopiert habe, um damit seinen Chatbot Claude zu trainieren. Damit habe Anthropic Hunderte Urheberrechte verletzt.

TERMINE:

Full Year 2025 Swatch Group  <UHR.S> Earnings Release

07:00 - SBO AG Full Year 2025 Earnings Release

07:30 - Ottobock SE & Co KgaA  <OBCK.DE> Full Year 2025 Earnings Release

07:30 - Lenzing AG Full Year 2025 Earnings Release

10:00 - ABB <ABBN.S> Annual Shareholders Meeting

10:00 - Nord LB Full Year 2025 results

10:00 - ZF Friedrichshafen presser

10:30 - Givaudan <GIVN.S> Annual Shareholders Meeting

16:00 - Enel SpA Full Year 2025 Earnings Release

21:00 - Fedex <FDX.N> Q3

Zusatzinfo unter Doppelklick auf



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BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR:

* Die BANK VON JAPAN hat den Leitzins bei ihrer geldpolitischen Sitzung unverändert gelassen und vor den Auswirkungen steigender Ölpreise auf die Inflation gewarnt. Bei der zweitägigen Sitzung, die am Donnerstag endete, beließ die Bank of Japan (BOJ) ihren kurzfristigen Leitzins unverändert bei 0,75 Prozent. "Angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten waren die globalen Märkte volatil", erklärte die Bank von Japan in einer Mitteilung zur Bekanntgabe der Entscheidung. Steigende Ölpreise würden die Verbraucherinflation voraussichtlich erhöhen.

* FED/ZINSEN - Inmitten von Marktturbulenzen infolge des Irankrieges hält die US-Notenbank inne und die Hoffnung auf eine Zinssenkung im Laufe des Jahres wach. Der geldpolitische Schlüsselsatz bleibt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Es ist die zweite Pause in Folge, nachdem die Fed die Zinsen im vorigen Jahr dreimal gesenkt hatte. In ihrem Zinsausblick hielten die Währungshüter nun zugleich an der bereits im Dezember signalisierten Option fest, im Laufe des Jahres die Zinsen um einen Viertelpunkt zu senken. Notenbankchef Jerome Powell betonte, dass dieser Ausblick in Zeiten des Ölpreisschocks mit Vorsicht zu genießen ist, da er mit außergewöhnlich großer Unsicherheit verbunden sei.

TERMINE:
Europeanbank supervisors, bankers speak at German event
03:30-BOJ concludes policy meeting, Governor Ueda to hold news conference
07:45-EU leaders from the liberals group meet before the EU summit
08:00-United Kingdom-Payroll
08:00-United Kingdom-Claimant Count
08:00-United Kingdom-Unemployment
09:30-Switzerland-Interest Rate
10:00-EU lawmakers to vote on legislation related to EU-U.S. trade deal
13:00-United Kingdom-BoE Bank rate decision
13:00-United Kingdom-BOE MPC
13:30-United States-Jobless
13:30-United States-Philly Fed New
14:15-Euro Zone-ECB rate decision
15:00-Federal Reserve holds open meeting on bank capital requirements

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INDIKATOREN:
CountryIndicatorPeriodPriorUnit
Local
Time
0800GBClaimantFeb28.6Thousand
Count Change
Unemployment
0800GBILOJan5.2Percent
Unemploment
Rate
0800GBAverageJan4.2Percent
Weekly
Earnings:
Growth (3
Months
Average),
y/y
1330USPhiladelphiaMar16.3Index
Fed Report
1500USNew HomeJan0.745Mln
Sales
1415EUECB DepositMar2.00Percent
Rate
1415EUECBMar2.15Percent
Refinancing
Rate
0000JPBank of190.75Percent
Japan Rate
Decision

Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.

Zusatzinfo unter:  <ECON>

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BLICKPUNKT POLITIK:

* SYRIEN - Das Land hat einen von den USA unterstützten Plan zur Vernichtung seiner verbliebenen Chemiewaffen auf den Weg gebracht. Eine internationale Arbeitsgruppe solle alle Restbestände aufspüren und unter Aufsicht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zerstören, sagte Syriens UN-Botschafter Ibrahim Olabi. Unterstützt werde das Vorhaben unter anderem von Deutschland, Großbritannien, Kanada und Frankreich.

TERMINE:

10:00 - Germany?s domestic intelligence chief talks about economic resilience against hybrid threats

15:00 - German defence, economy ministers speak on security

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DEVISEN
WährungenKurseVeränderung in
umProzent
07:00 Uhr
Euro/Dollar <EUR=>1,1465+0,1%
Pfund/Dollar <GBP=>1,3264+0,1%
Dollar/Franken <CHF=>0,7926-0,0%
Euro/Franken0,9088+0,1%
Dollar/Yen <JPY=>159,70-0,1%
Bitcoin/Dollar <BTC=>70.820,99-0,6%
Ethereum/Dollar <ETH=>2.189,70+0,1%
KursEZB-Fixing am
um18.03.2026
07:00 Uhr
Euro/Pfund <EURGBP=>0,86430,8639
 
Zusatzinfo zum Devisenmarkt unter:
 
US-AKTIEN
Schlusskurse derStand Veränderungin
US-Indizesam MittwochProzent
Dow Jones46.225,15-1,6%
Nasdaq <.IXIC>22.152,42-1,5%
S&P 500 <.SPX>6.624,70-1,4%
 
Zusatzinfo zum US-Aktienmarktunter:
 
ASIATISCHE AKTIEN
Asiatische Aktienindizes amKurse um 07:00 Veränderungin
DonnerstagUhrProzent
Nikkei <.N225>53.194,82-3,7%
Topix3.610,20-2,9%
Shanghai4.015,97-1,2%
CSI3004.598,46-1,3%
Hang Seng <.HSI>25.502,08-2,0%
Kospi5.751,60-2,9%
 
Zusatzinfo zu den asiatischenAktienmärkten unter:
 
EUROPÄISCHE AKTIEN
Schlusskurse europäischerStand
Aktien-Indizes und -Futures
am Mittwoch
Dax <.GDAXI>23.502,25
EuroStoxx50 <.STOXX50E>5.736,85
SMI <.SSMI>12.765,48

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IndikationenStand
Dax bei Lang &23.170,00
Schwarz <DAX=LUSG>
Late/Early-Dax <.GDAXIL>23.286,58
SMI-Future <FSMIc1>12.758,00
 
Zusatzinfo zum Aktienmarkt unter:
 
ANLEIHEN
Anleihe-FuturesStand
Bund-Future <FGBLc1>125,79
T-Bond-Future <USc1>114,56
Gilt-Future89,35

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Anleihe-RenditenStandSchluss-Rendit
e am
am 18.03.2026
10-jährige2,960%2,942%
Bundesanleihe <DE10YT=RR>
30-jährige3,491%3,477%
Bundesanleihe <DE30YT=RR>
10-jährige4,277%4,257%
US-Anleihe
30-jährige4,891%4,881%
US-Anleihe
10-jährige brit.4,757%4,740%
Anleihe <GB10YT=RR>
30-jährige brit.5,375%5,408%
Anleihe <GB30YT=RR>
 
Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter:
 
ROHSTOFFE
Energie und MetallePreise umVeränderung in
07:00 UhrProzent
Brent-Öl ($/Barrel)112,66+4,9%
WTI-Öl <CLc1> ($/Barrel)97,28+1,0%
US-Erdgas ($/MMBTU)3,1660+3,3%
Gold <XAU=> ($/Feinunze)4.828,07+0,2%
Kupfer ($/Tonne)12.139,50-2,1%

Zusatzinfo zu den Rohstoffmärkten unter:



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