München, 19. Mrz (Reuters) - Der bayerische Großküchenausrüster Rational <RAAG.DE> hebt die Dividende deutlich an und plant für das laufende Jahr wegen höherer Kosten vorsichtig. Für 2025 sollen insgesamt 20 (2024: 15) Euro je Aktie ausgeschüttet werden, davon vier Euro als Sonderdividende, wie Rational am Donnerstag in Landsberg am Lech mitteilte. Das sind 90 Prozent des Jahresüberschusses von 253,8 (250,5) Millionen Euro. Rational könne sich dies als schuldenfreies Unternehmen leisten, sagte Finanzvorstand Jörg Walter. 2026 soll der Umsatz um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz wachsen, das wäre voraussichtlich mehr als die sechs Prozent auf 1,26 Milliarden Euro, die Rational 2025 zugelegt hatte.
"Die für unsere Geschäftsentwicklung relevanten Trends sind weiterhin intakt. Zudem haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und die Basis für weiteres Wachstum geschaffen", sagte Vorstandschef Peter Stadelmann. Die Umsatzprognose für 2026 entspreche auch den mittel- bis langfristigen Erwartungen.
Für die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) ist Rational zurückhaltender. Für das laufende Jahr - und die Folgejahre - seien 25 bis 26 Prozent zu erwarten. "Aufgrund der erwarteten höheren Zollkosten, negativer Währungseffekte und gegenläufigen positiven Effekten aus Preiserhöhungen geht der Vorstand von einem überproportionalen Kostenanstieg und damit einer etwas niedrigeren Ebit-Marge aus", erklärte das Unternehmen. "Der Ausbruch des Irankriegs mit starken Auswirkungen auf Energie- und Rohstoffkosten und die Infragestellung der Rechtmäßigkeit der US-Zölle durch den US Supreme Court machen Kostenprognosen aus heutiger Sicht schwierig", sagte Finanzchef Walter.
Rational produziert in Deutschland und Frankreich und exportiert in die USA. Trotz zusätzlicher Zollkosten von 13 Millionen Euro war die Marge 2025 aber leicht auf 26,4 Prozent gestiegen.
(Bericht von Alexander Hübner, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)