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19.03.2026 /07:59:28
Lenzing: Sparkurs greift - aber weiter rote Zahlen

Wien, 19. Mrz (Reuters) - Der österreichische Faserhersteller Lenzing hat im abgelaufenen Jahr dank seines Sparprogramms operativ zugelegt, schreibt aber unter dem Strich weiterhin rote Zahlen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sei um 7,6 Prozent auf 425,6 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dabei halfen Einsparungen von mehr als 200 Millionen Euro, die den Preisverfall bei Fasern und Zellstoff kompensierten. Der Umsatz gab um 2,3 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro nach. Der Nettoverlust verringerte sich leicht auf 135,2 (Vorjahr: 138,3) Millionen Euro.

Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch eine Abschreibung von rund 82 Millionen Euro auf das Indonesien-Geschäft, die nach einer strategischen Überprüfung des Standorts anfiel. Für die Zukunft bleibt Lenzing vorsichtig: Die Preise für Standardfasern dürften wegen eines weltweiten Überangebots unter Druck bleiben. Der Konzern verschärft daher seinen Sparkurs und will in Österreich rund 600 Stellen streichen, um die Kosten bis Ende 2027 jährlich um weitere 45 Millionen Euro zu senken. Das Unternehmen wird derzeit von einem dreiköpfigen Vorstandsteam geführt, nachdem der Vorstandsvorsitzende Rohit Aggarwal sein Mandat Ende Januar niedergelegt hatte.

(Bericht von Alexandra Schwarz-Goerlich. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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