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19.03.2026 /08:20:07
Trump droht Iran mit vollständiger Zerstörung von South-Pars-Gasfeld

Frankfurt, 19. Mrz (Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit der vollständigen Zerstörung des Gasfeldes South Pars gedroht, sollten weitere Angriffe auf Katar erfolgen. Am Mittwoch hatte es Angriffe auf das Gasfeld gegeben, was den Ölpreis nach oben getrieben hatte. Der Iran hatte mit Raketenbeschuss auf Energieanlagen in Katar und Saudi-Arabien reagiert.

Trump erklärte, Israel habe das iranische Gasfeld attackiert, ohne die USA vorab darüber zu informieren. Israel habe "aus Wut" über die Geschehnisse im Nahen Osten "heftig um sich geschlagen", schrieb der US-Präsident am Mittwochabend auf der Online-Plattform X. "Es werden keine weiteren Angriffe Israels auf dieses extrem wichtige und wertvolle South-Pars-Feld erfolgen, es sei denn, der Iran entscheidet sich unklugerweise dazu, ein sehr unschuldiges Land, in diesem Fall Katar, anzugreifen." Sollte dies geschehen, würden die USA "mit oder ohne die Hilfe oder Zustimmung Israels das gesamte South-Pars-Gasfeld massiv in die Luft jagen, mit einer Stärke und Kraft, die der Iran noch nie gesehen oder erlebt hat". South Pars liegt unter dem Persischen Golf und ist das größte Erdgasvorkommen der Welt. Es wird vom Iran und Katar beansprucht und genutzt. Am Donnerstag griff der Iran erneut Gasanlagen in Katar und auch wieder Ziele in Saudi-Arabien an.

Die gegenseitigen Angriffe haben Sorgen um die globale Energieversorgung geschürt und die Ölpreise in die Höhe getrieben. Der staatliche Energiekonzern QatarEnergy meldete am Donnerstag "beträchtliche Brände" und umfassende Schäden in mehreren Flüssiggasanlagen in der Industriestadt Ras Laffan. Dort wird etwa ein Fünftel des weltweiten LNG-Angebots verarbeitet. Saudi-Arabien fing nach eigenen Angaben vier auf Riad abgefeuerte ballistische Raketen ab.

Trump betonte, die USA hätten keine Vorabkenntnis von dem israelischen Schlag gehabt. Das "Wall Street Journal" hatte dagegen zuvor berichtet, der Präsident habe den Plänen zugestimmt.

(Bericht von Myria Mildenberger; redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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