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19.03.2026 /09:06:32
Britische Löhne mit schwächstem Wachstum seit Ende 2020

London, 19. Mrz (Reuters) - Die Löhne in Großbritannien sind so langsam gestiegen wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Die regulären Verdienste ohne Bonuszahlungen lagen von November bis Januar um 3,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt ONS am Donnerstag in London mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mehrheitlich mit einem Lohnwachstum von 4,0 Prozent gerechnet.

Den Daten zufolge verharrte die Arbeitslosenquote bei 5,2 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit der Corona-Pandemie. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg zwischen Januar und Februar nach einer vorläufigen Schätzung jedoch um 20.000. Dies deutet darauf hin, dass die Flaute am Arbeitsmarkt ihren Höhepunkt durchschritten haben könnte.

Die Bank of England (BoE) hatte zuletzt versucht abzuschätzen, ob der anhaltende Inflationsdruck am Arbeitsmarkt oder die nachlassende Einstellungsbereitschaft der Firmen das größere Risiko für die Wirtschaft darstellt. Nun sind jedoch neue Inflationsrisiken durch den Anstieg der Energiepreise nach Beginn des Iran-Krieges hinzugekommen. Es wird daher erwartet, dass die Währungshüter am Donnerstag den Leitzins unverändert lassen, obwohl bis vor kurzem noch mit einer Zinssenkung um einen viertel Prozentpunkt gerechnet worden war.

(Bericht von William Schomberg, geschrieben von Rene Wagner, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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