19. Mrz (Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat nach einem israelischen Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars mit der vollständigen Zerstörung der Anlage gedroht, sollte die Führung in Teheran mit weiteren Attacken auf Katar reagieren. Nach dem israelischen Schlag gegen South Pars am Mittwoch feuerte der Iran wieder Raketen auf Katar und Saudi-Arabien ab. Der staatliche Energiekonzern QatarEnergy meldete "umfangreiche Schäden" und "beträchtliche Brände" in mehreren Flüssiggasanlagen (LNG) in der Industriestadt Ras Laffan.
Das Erdgasfeld South Pars liegt unter dem Persischen Golf und wird sowohl vom Iran als auch von Katar genutzt. Katar nennt seinen Teil North Dome. Es erstreckt sich von der nördlichen Küste Katars fast bis zur Küste des Iran. Rund zwei Drittel des Feldes werden von Katar kontrolliert.
In der iranischen Stadt Assaluyeh in der Provinz Buschehr wird das Erdgas aus dem iranischen Teil des Feldes verarbeitet und transportiert.
Katars LNG-Produktionsstätten, Verflüssigungsanlagen und Exportinfrastruktur konzentrieren sich fast vollständig auf Ras Laffan. Der Ort liegt rund 80 Kilometer nördlich der katarischen Hauptstadt Doha. Mehrere internationale Unternehmen, wie etwa der Ölkonzern Shell, sind in Ras Laffan ansässig.
GRÖßE
Das Feld beherbergt das größte Erdgasvorkommen der Welt. Das gesamte Vorkommen enthält schätzungsweise 51 Billionen Kubikmeter nutzbares Gas. Das reicht aus, um den weltweiten Bedarf für 13 Jahre zu decken.
LNG (Liquefied Natural Gas) ist abgekühltes, verflüssigtes Erdgas. Durch die Verflüssigung reduziert sich das Volumen und der Transport wird einfacher.
Wegen der Sanktionen gegen den Iran und technischer Beschränkungen nutzt das Land das Gas von South Pars für den heimischen Verbrauch. Die iranische Gasproduktion belief sich 2024 auf insgesamt 276 Milliarden Kubikmeter. Davon wurden nach Daten des Forums gasexportierender Länder (GECF) 94 Prozent im Iran selbst verbraucht.
Katar ist einer der weltgrößten Produzenten von Flüssigerdgas. Auf das Land entfallen Analysten zufolge etwa 20 Prozent der weltweiten LNG-Exporte, die durch die Straße von Hormus transportiert werden. Der staatliche Energiekonzern QatarEnergy verschiffte im Jahr 2025 insgesamt 80,97 Millionen Tonnen LNG.
(Zusammengestellt von Myria Mildenberger, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)