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19.03.2026 /14:29:13
Künftiger BMW-Chef warnt vor geringerem Wohlstand in Europa wegen "Made in EU"

Berlin, 19. Mrz (Reuters) - Der künftige BMW <BMWG.DE>-Chef Milan Nedeljkovic warnt angesichts der Vorschläge der EU-Kommission zum Schutz vor billigen Importen aus China vor Wohlstandsverlusten in Europa. Das Geschäftsmodell von BMW basiere auf Freihandel, sagte Nedeljkovic am Donnerstag. Der "Industrial Accellerator Act" (IAA) der EU konzentriere sich auf die Produktion in Europa und vernachlässige, dass europäische Unternehmen auf weltweite Lieferketten angewiesen seien. "Das wird zu weniger Innovationen, einem geringeren Wachstum - und letztlich zu einem geringeren Wohlstand in Europa führen", sagte Nedeljkovic.

Die EU-Kommission hatte Anfang März den IAA vorgelegt. Damit sollen "gezielte und verhältnismäßige Anforderungen für "Made in EU" und/oder CO2-arme Produkte" für das öffentliche Beschaffungswesen sowie für Subventionen eingeführt werden. Diese Vorgaben sollen für eine Reihe von strategisch wichtigen Sektoren gelten, unter anderem die Autobranche. Mehrere von Lobbyverbände hatte das Vorhaben als Protektionismus bezeichnet und scharf kritisiert. Nach dem Kommissionsvorschlag müssen das Europäische Parlament und die EU-Regierungen noch über den endgültigen Text verhandeln - weitere Änderungen am IAA sind daher wahrscheinlich.

(Bericht von Christina Amann, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter Berlin.Newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder Frankfurt.Newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

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