N'Djamena, 19. Mrz (Reuters) - Im Tschad sind bei einem Drohnenangriff aus dem Sudan nach Regierungsangaben 17 Menschen getötet worden. Die Grenzstadt Tine sei am Mittwoch beschossen worden, teilten die Regierung und Anwohner am Donnerstag mit. Unter den Opfern seien Trauernde, die sich in einem Haus zu einer Beerdigung eines Angehörigen versammelt hätten, sowie in der Nähe spielende Kinder, sagte ein Anwohner. Es habe zwei Explosionen gegeben, fügte er hinzu. Den örtlichen Behörden zufolge war unklar, wer hinter dem Beschuss steckt. Allerdings machten die sudanesische Armee und die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) sich gegenseitig für den Angriff im Tschad verantwortlich. Der Präsident des Tschads, Mahamat Idriss Deby, kündigte für jeden weiteren Angriff Vergeltung an. Die Regierung in N'Djamena teilte mit, die Sicherheitskräfte an der Grenze seien verstärkt worden. Zudem seien Einsätze auf sudanesischem Gebiet möglich.
Der Konflikt zwischen der sudanesischen Armee und den RSF dauert seit April 2023 an und greift immer wieder auf den Tschad über. Dort gab es bereits Opfer und Sachschäden. Der Tschad hatte seine Grenze zum Sudan erst im vergangenen Monat geschlossen, nachdem bei Gefechten im Zusammenhang mit dem Krieg fünf tschadische Soldaten getötet worden waren.
(Bericht von: Mahamat Ramadane, Reade Levinson; bearbeitet von Sabine Ehrhardt, redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)