* EU GIPFEL/STROMPREISE - Die EU wird den Mitgliedstaaten mehr Freiheit geben, um auf die gestiegenen Energiepreise durch den Iran-Krieg reagieren zu können. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte am frühen Freitagmorgen nach Ende des EU-Gipfels an, dass die Staaten etwa ihre Energiesteuern senken könnten. Die EU-Kommission werde vorschlagen, die Steuersätze für Strom zu senken und sicherstellen, dass Strom weniger stark besteuert werde als fossile Brennstoffe, sagte sie. Kanzler Friedrich Merz verwies auf die Verschärfung des Kartellrechts in Deutschland. Er forderte, dass die Maßnahmen gegen die durch den Nahost-Konflikt gestiegenen hohen Energiepreise maßgeschneidert, zielgerichtet und befristet sein sollten.
* IRAN - Israel hat dem israelischen Militär zufolge eine Angriffswelle auf den Iran gestartet. "Die IDF hat soeben mit einer Welle von Angriffen gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran begonnen", teilte ein Militärsprecher mit. Gleichzeitig melden Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate am frühen Morgen Raketenangriffe. US-Präsident Donald Trump hatte Israel am Donnerstag davor gewarnt, seine Angriffe auf die iranische Erdgasinfrastruktur zu wiederholen. Die US-Zeitung "Wall Street Journal" berichtet indes, der Ölpreis könne laut Angaben von Ölvertretern in Saudi-Arabien auf über 180 Dollar pro Barrel steigen, falls die Störungen durch den Iran-Krieg bis Ende April anhalten.
* CHINA/ZINSEN - Die chinesische Notenbank hat ihre wichtigen Kreditzinsen am Freitag den zehnten Monat in Folge unverändert gelassen. Der Schritt entsprach den Markterwartungen. Der einjährige Referenzzinssatz für Bankkredite (LPR) wurde bei 3,0 Prozent belassen, der fünfjährige bei 3,5 Prozent. In einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters hatten alle 20 befragten Marktteilnehmer mit diesem Schritt gerechnet. Experten verweisen auf die durch den Nahost-Krieg gestiegenen Ölpreise, die die Inflation anfachen. Zudem verringerten überraschend gute Wirtschaftsdaten für Januar und Februar die Dringlichkeit für Maßnahmen zur Unterstützung der Konjunktur.
* VINCORION <V1NC.DE> - Der Rüstungszulieferer Vincorion feiert sein Debüt an der Frankfurter Börse. Die Papiere wurden zu einem Festpreis von 17 Euro ausgegeben, womit das Unternehmen aus Wedel bei Hamburg auf eine Bewertung von rund 850 Millionen Euro kommt. Der Finanzinvestor Star Capital hat im Zuge des Börsengangs seine Mehrheitsbeteiligung abgegeben. Die Emission war Banken zufolge bereits kurz nach Beginn der Zeichnungsfrist mehrfach überzeichnet. Vincorion stellt unter anderem Generatoren für Panzer und Flugabwehrsysteme her und verbuchte 2025 einen Umsatz von gut 240 Millionen Euro.
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* Die DEUTSCHE BANK <DBKGn.DE> bekommt zwei neue Vorstandsmitglieder. Der Vorstandschef des Vermögensverwalters DWS <DWSG.DE>, Stefan Hoops, rückt zum 1. Mai zusätzlich in das Gremium des Mutterkonzerns ein, wie Deutschlands größte Bank mitteilte. Zugleich übernimmt Marie-Jeanne Deverdun den Posten des Technologie- und Innovations-Vorstands. Sie löst Bernd Leukert ab, der die Bank nach sieben Jahren im Vorstand Ende Juni verlässt.
TERMINE:
07:00 - Fuchs <FPEn.DE> FY 2025 Earnings Release
07:00 - Krones AG <KRNG.DE> FY 2025 Earnings Release
07:00 - Bechtle AG <BC8G.DE> Q4 2025 Earnings Release
* ELMOS <ELGG.DE> könnte Insidern zufolge demnächst den Besitzer wechseln. Die Gründer erwägen einen Ausstieg bei dem Chipzulieferer für die Autoindustrie, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Elmos habe die Investmentbank Morgan Stanley damit beauftragt, den Verkaufsprozess zu begleiten.
* PNE <PNEGn.DE> rechnet im laufenden Jahr mit einem unerwartet hohen operativen Gewinn. Das um Sondereffekte bereinigte Ebitda werde voraussichtlich zwischen 110 und 140 Millionen Euro liegen, teilte der Windpark-Entwickler aus Cuxhaven mit. Damit liege die Prognose über den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten.
* KANADA/BÖRSE - Kanada testet die Abschaffung der vierteljährlichen Berichtspflicht für kleinere börsennotierte Unternehmen. Die Dachorganisation der kanadischen Wertpapieraufsichtsbehörden (CSA) kündigte ein Pilotprojekt an, das es bestimmten Firmen freistellt, ihre Geschäftszahlen nur noch halbjährlich vorzulegen.
* FEDEX <FDX.N> hat nach einem überraschend starken Weihnachtsgeschäft seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal stieg der bereinigte Gewinn auf 5,25 Dollar pro Aktie, wie der US-Logistikkonzern und Deutsche-Post <DHLn.DE>-Rivale mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 4,14 Dollar gerechnet. Der Umsatz kletterte auf 24 Milliarden Dollar und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen von 23,4 Milliarden Dollar.
* KI/FERTIGUNG - Amazon <AMZN.O>-Gründer Jeff Bezos plant einem Zeitungsbericht zufolge einen 100 Milliarden Dollar schweren Fonds für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Fertigungsindustrie. Das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtete, Ziel sei es, Unternehmen zu übernehmen und deren Automatisierung voranzutreiben. Bezos führe bereits Gespräche mit großen Vermögensverwaltern.
TERMINE:
Warner Bros Discovery <WBD.O> extraordinary general meeting
09:00 - Vincorion <V1NC.DE> has market debut at Frankfurt Stock Exchange
Zusatzinfo unter Doppelklick auf
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* DEUTSCHLAND/STEUEREINNAHMEN - Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind in den ersten beiden Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gesunken. Sie fielen um 0,8 Prozent auf knapp 135 Milliarden Euro, wie aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, der am Freitag veröffentlicht werden soll. Im Februar allein stiegen die Einnahmen allerdings um 1,6 Prozent auf gut 70 Milliarden Euro. Ohne Sondereffekte hätte es ein noch deutlicheres Plus von 6,5 Prozent gegeben. Für das Gesamtjahr rechnen Experten mit einem Plus von knapp drei Prozent.
* DEUTSCHLAND/BENZIN - Die Industriestaaten-Organisation OECD rät der deutschen Politik von Maßnahmen wie Tankrabatt oder höherer Pendlerpauschale als Antwort auf gestiegene Energiepreise ab. "Diese Forderungen sind natürlich verständlich, da die höheren Benzin- und Dieselpreise die Kaufkraft der Haushalte verringern", sagte der Deutschland-Experte der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Robert Grundke, der Nachrichtenagentur Reuters. "Allerdings kosten diese Maßnahmen auch eine Menge Geld."
| TERMINE: |
| Russian central bank holds rate-setting meeting |
| 08:00 - United Kingdom-Public Sector Borrowing |
| 08:00 - Germany-PPI |
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| INDIKATOREN: | ||||||
| Local | Country | Indicator | Period | Poll | Pri | Unit |
| Time | or | |||||
| 0200 | CN | Loan Prime | Mar | 3.0 | Percent | |
| Rate 1 Y | 0 | |||||
| 0200 | CN | Loan Prime | Mar | 3.5 | Percent | |
| Rate 5 Y | 0 | |||||
| 1100 | EU | Eurostat | Jan | 12. | Bln EUR | |
| Trade | 6 | |||||
| 0800 | DE | Producer | Feb | 0.3 | -0. | Percent |
| Prices m/m | 6 | |||||
| 0800 | DE | Producer | Feb | -2.7 | -3. | Percent |
| Prices y/y | 0 | |||||
| 1000 | EU | Current | Jan | 14. | Bln EUR | |
| Account | 600 | |||||
| 1200 | GB | CBI Trends - | Mar | -28 | Net balance | |
| Orders | ||||||
Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.
Zusatzinfo unter: <ECON>
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* IRAN/USA - Eine Mehrheit der US-Bürger rechnet mit einem Befehl von Präsident Donald Trump für einen großangelegten Bodenkrieg im Iran, doch nur eine Minderheit befürwortet einen solchen Schritt. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zufolge gehen 65 Prozent der Amerikaner davon aus, dass Trump Truppen in den Iran schicken wird. Unterstützung findet diese Vorstellung bei sieben Prozent der Befragten.
* USA/KUBA - Das US-Militär probt einem hochrangigen General zufolge keine Invasion Kubas. Das zuständige US-Militärkommando bereite sich auch nicht aktiv auf eine militärische Einnahme der Insel vor, sagte General Francis Donovan bei einer Anhörung im Senat. Die USA seien jedoch bereit, auf Bedrohungen für ihre Botschaft zu reagieren und bei der Bewältigung einer Massenflucht von der Insel zu helfen.
* UNGARN/EU - Bundeskanzler Friedrich Merz hat dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban "grobe Illoyalität" vorgeworfen und Konsequenzen wegen dessen Blockade eines Milliardenkredits für die Ukraine angekündigt. "Ich werde dieses Thema spätestens bei den (EU-)Haushaltsberatungen wieder aufrufen", sagte er nach Ende des EU-Gipfels. "Wir sind uns einig, dass wir das, was heute im Europäischen Rat geschehen ist, so nicht hinnehmen. Das wird auch Konsequenzen haben, die weit über dieses einzelne Ereignis hinausreichen."
* IRAN - Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Sinan Selen, hat vor einer zunehmenden Gefährdung durch iranische Akteure in Europa und Deutschland gewarnt. "Iranische Akteure sind schon recht lange in Europa aktiv gewesen", sagte Selen in einem Politico-Podcast. Man habe bereits "Vorbereitungshandlungen für Tötungsoperationen und Aktionen gegen jüdische, israelische, jetzt auch vermehrt amerikanische Ziele" beobachtet. Es bestehe eine hohe Gefährdung von jüdischen, israelischen und amerikanischen Zielen.
* DEUTSCHLAND/STROM - Die Bundesregierung sieht in den gestiegenen Energiepreisen vorerst offenbar keinen Anlass, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucher doch noch umzusetzen. Dies geht aus einer der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorliegenden Antwort des Finanzministeriums auf eine entsprechende Frage der Grünen hervor. "Die Bundesregierung beobachtet die aktuelle Lage hinsichtlich der Energiepreise sehr genau", heißt es in dem Schreiben. Zur Senkung der Energiepreise habe die Bundesregierung bereits Maßnahmen beschlossen, die allen Verbrauchern zugutekämen.
TERMINE:
EU leaders? summit continues in Brussels
UN Secretary-General António Guterres is set to arrive in Lebanon for a three-day visit
17:30 - Germany?s Merz at final CDU rally ahead of Rhineland-Palatinate election
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* WALL STREET - Höhere Energiepreise und Zinssorgen haben die US-Börsen am Donnerstag erneut belastet.
* ASIEN - An der Börse in Shanghai haben die Aktienkurse am Freitag leicht zugelegt. Die chinesische Notenbank hatte ihre wichtigen Kreditzinsen den zehnten Monat in Folge unverändert gelassen. In Japan blieb die Börse am Freitag geschlossen.
| DEVISEN | |||
| Währungen | Kurse | Veränderung in | |
| um | Prozent | ||
| 07:00 Uhr | |||
| Euro/Dollar <EUR=> | 1,1551 | -0,3% | |
| Pfund/Dollar <GBP=> | 1,3398 | -0,2% | |
| Dollar/Franken <CHF=> | 0,7895 | +0,2% | |
Euro/Franken| 0,9121 | -0,1% | | |
| Dollar/Yen <JPY=> | 158,41 | +0,4% | |
| Bitcoin/Dollar <BTC=> | 70.593,32 | +0,1% | |
| Ethereum/Dollar <ETH=> | 2.139,96 | -0,3% | |
| Kurs | EZB-Fixing am | ||
| um | 19.03.2026 | ||
| 07:00 Uhr | |||
| Euro/Pfund <EURGBP=> | 0,8619 | 0,8639 | |
| Zusatzinfo zum Devisenmarkt unter: | |||
| US-AKTIEN | |||
| Schlusskurse der | Stand Veränderung | in | |
| US-Indizesam Donnerstag | Prozent | ||
| Dow Jones | 46.021,43 | -0,4% | |
| Nasdaq <.IXIC> | 22.090,69 | -0,3% | |
| S&P 500 <.SPX> | 6.606,49 | -0,3% | |
| Zusatzinfo zum US-Aktienmarkt | unter: | ||
| ASIATISCHE AKTIEN | |||
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 07:00 Veränderung | in | |
| Freitag | Uhr | Prozent | |
| Nikkei <.N225> | Kein Handel | ||
| Topix | Kein Handel | ||
| Shanghai | 3.985,97 | -0,5% | |
| CSI300 | 4.596,87 | +0,3% | |
| Hang Seng <.HSI> | 25.305,18 | -0,8% | |
| Kospi | 5.783,69 | +0,4% | |
Zusatzinfo zu den asiatischen Aktienmärkten unter:
| EUROPÄISCHE AKTIEN | |
| Schlusskurse europäischer | Stand |
| Aktien-Indizes und -Futures | |
| am Donnerstag | |
| Dax <.GDAXI> | 22.839,56 |
| EuroStoxx50 <.STOXX50E> | 5.613,83 |
| SMI <.SSMI> | 12.459,54 |
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| Indikationen | Stand |
| Dax bei Lang & | 23.009,00 |
| Schwarz <DAX=LUSG> | |
| Late/Early-Dax <.GDAXIL> | 22.950,44 |
| SMI-Future <FSMIc1> | 12.476,00 |
| Zusatzinfo zum Aktienmarkt unter: | |
| ANLEIHEN | |
| Anleihe-Futures | Stand |
| Bund-Future <FGBLc1> | 126,06 |
| T-Bond-Future <USc1> | 114,81 |
| Gilt-Future | 88,70 |
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| Anleihe-Renditen | Stand | Schluss-Rendit |
| e am | ||
| am 19.03.2026 | ||
| 10-jährige | 2,942% | 2,953% |
| Bundesanleihe <DE10YT=RR> | ||
| 30-jährige | 3,469% | 3,458% |
| Bundesanleihe <DE30YT=RR> | ||
| 10-jährige | 4,275% | 4,283% |
| US-Anleihe | ||
| 30-jährige | 4,855% | 4,853% |
| US-Anleihe | ||
| 10-jährige brit. | 4,849% | 4,848% |
| Anleihe <GB10YT=RR> | ||
| 30-jährige brit. | 5,408% | 5,440% |
| Anleihe <GB30YT=RR> | ||
| Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: | ||
| ROHSTOFFE | ||
| Energie und Metalle | Preise um | Veränderung in |
| 07:00 Uhr | Prozent | |
| Brent-Öl ($/Barrel) | 106,75 | -1,7% |
| WTI-Öl <CLc1> ($/Barrel) | 94,06 | -2,2% |
| US-Erdgas ($/MMBTU) | 3,1270 | -1,2% |
| Gold <XAU=> ($/Feinunze) | 4.688,16 | +0,9% |
| Kupfer ($/Tonne) | 12.191,50 | +0,4% |
Zusatzinfo zu den Rohstoffmärkten unter:
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(Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt, Berlin und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)