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20.03.2026 /05:06:57
MÄRKTE-China lässt wichtige Kreditzinsen unverändert - Aktien legen leicht zu

Berlin, 20. Mrz (Reuters) - In Japan bleibt die Börse heute geschlossen. An der Börse in Shanghai legten die Aktien leicht zu. Der dortige Leitindex gewann 0,2 Prozent auf 4.013,16 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 1,0 Prozent auf 4.626,90 Punkte.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte um 0,18 Prozent zu.

China hatte seine wichtigen Kreditzinsen am Freitag den zehnten Monat in Folge unverändert gelassen. Der Schritt entsprach den Markterwartungen. Der einjährige Referenzzinssatz für Bankkredite (LPR) wurde bei 3,0 Prozent belassen, der fünfjährige bei 3,5 Prozent. Experten verweisen auf die durch den Nahost-Krieg gestiegenen Ölpreise, die die Inflation anfachen. Zudem verringerten überraschend gute Wirtschaftsdaten für Januar und Februar die Dringlichkeit für Maßnahmen zur Unterstützung der Konjunktur.

DEVISEN

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,4 Prozent auf 158,30 Yen <JPY=> und legte leicht auf 6,8942 Yuan <CNY=> zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,7891 Franken <CHF=>. Parallel dazu fiel der Euro <EUR=> um 0,3 Prozent auf 1,1558 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9120 Franken <EURCHF=> nach. Je länger sich der Krieg hinziehe, desto höher werde der US-Dollar steigen, sagt Carol Kong, Währungsstrategin bei der Commonwealth Bank of Australia. Die US-Währung profitiere von der Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts der weltweiten Unsicherheit. Zudem seien die USA ein Energieexporteur.

ÖLPREISE

Die Ölpreise geben in Asien nach. Der Grund: Die EU und Japan hatten am späten Donnerstagabend ihre Bereitschaft erklärt, bei der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus Hilfe zu leisten, allerdings unter nicht genannten Bedingungen. Die EU folgte damit der gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Japan, die ebenfalls ihre Hilfe angeboten hatten, ohne aber auf das Hilfsersuchen von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg konkret einzugehen.

Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,6 Prozent auf 106,93 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI <CLc1> notierte 2,0 Prozent schwächer bei 94,22 Dollar.

Seit Beginn des Krieges vor knapp drei Wochen ist der Ölpreis wegen der Furcht vor langfristigen Versorgungsengpässen allerdings um gut 64 Prozent in die Höhe geschnellt. Nach einem iranischen Angriff auf eine wichtige Anlage für Flüssigerdgas in Katar zogen auch die Erdgaspreise kräftig an.

WALL STREET
Höhere Energiepreise und Zinssorgen hatten die US-Börsen
am Donnerstag erneut belastet. Der US-Standardwerteindex Dow
Jones verabschiedete sich mit einem Minus von 0,4 Prozent
bei 46.021,43 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit
gefasste S&P 500 <.SPX> verlor 0,3 Prozent auf 6.606,49
Zähler, und der technologielastige Nasdaq <.IXIC> gab 0,3 Prozent
auf 22.090,69 Stellen nach.

(Berichte von Rae Wee und Jiaxing Li, geschrieben von Esther Blank. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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