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20.03.2026 /11:31:34
EXKLUSIV-Insider: Tesla plant für US-Solarausbau Milliarden-Einkauf in China

*Tesla plant Kauf chinesischer Solar-Maschinen für 2,9
Mrd Dollar
 
*Chinas Suzhou Maxwell zählt zu den möglichen
Lieferanten
 
*Tesla will 100 Gigawatt an Solarkapazitäten aufbauen
 
*Teile der Anlagen erfordern Exportgenehmigung aus
Peking
 
Wien,20. Mrz (Reuters) - Für seine Vision einer
gigantischen US-Solarstromversorgung will Tesla <TSLA.O>-Chef
Elon Musk Insidern zufolge Produktionsanlagen für 2,9 Milliarden
Dollar in China einkaufen. Der US-Elektroautobauer verhandelt
mit chinesischen Anbietern wie Suzhou Maxwell
Technologies über Maschinen zur Herstellung von
Solarmodulen und -zellen, sagten zwei mit der Angelegenheit
vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Musk wolle
damit in den USA Solarkapazitäten im Umfang von 100 Gigawatt
aufbauen. Zum Vergleich: Die gesamten USA verfügten Ende 2024
einem Bericht der American Public Power Association zufolge über
eine installierte Stromerzeugungskapazität von rund 1300
Gigawatt. Davon entfielen zehn Prozent oder 135 Gigawatt auf
Solarenergie.

Der Milliardär hatte im Januar erklärt, Solarenergie könne den gesamten Strombedarf der USA decken ? einschließlich der rasant steigenden Nachfrage durch Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Seine Ambitionen stehen jedoch in starkem Kontrast zur Energiepolitik von US-Präsident Donald Trump, für den Musk kurzzeitig als Leiter einer Abteilung für Regierungseffizienz tätig war. Trump setzt auf die Förderung fossiler Brennstoffe und hat Subventionen für Solar- und Windkraftprojekte gekürzt.

Der mögliche Großauftrag verdeutlicht zudem ein handelspolitisches Dilemma: Die USA wollen sich von China unabhängig machen, benötigen für den Aufbau einer eigenen Solarindustrie aber Maschinen aus der Volksrepublik. Zwar schützt Washington den US-Markt mit hohen Zöllen vor billigen chinesischen Solarmodulen. Die Anlagen zu deren Herstellung sind jedoch von den Abgaben befreit, da sie kaum woanders zu beschaffen sind. Musk hatte Zollschranken zuletzt kritisiert, da sie den Ausbau der Solarenergie künstlich verteuerten.

Die chinesischen Unternehmen seien angewiesen worden, die Anlagen noch vor dem Herbst nach Texas zu liefern, sagten die Insider. Musk plane, die Kapazitäten hauptsächlich für Tesla zu nutzen, zudem sollen Satelliten seiner Raumfahrtfirma SpaceX damit mit Strom versorgt werden. Für einen Teil der Ausrüstung sei eine Exportgenehmigung der Behörden in Peking erforderlich. Weitere mögliche Lieferanten neben Suzhou Maxwell seien Shenzhen S.C New Energy Technology und Laplace Renewable Energy Technology. Chinesische Medien hatten vergangenen Monat berichtet, dass Tesla mehrere Solarunternehmen in der Volksrepublik besucht habe. Die Aktien der drei genannten Zulieferer legten nach dem Reuters-Bericht um mehr als sieben Prozent zu. Die beteiligten Unternehmen sowie das chinesische Handelsministerium äußerten sich zunächst nicht.

(Bericht von Reuters-Mitarbeitern, geschrieben von Alexandra Schwarz-Goerlich, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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