München, 20. Mrz (Reuters) - Im Tarifkonflikt mit der Lufthansa <LHAG.DE> hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) das Gesprächsangebot des Managements angenommen. Man wolle sich das Angebot zur betrieblichen Altersversorgung für die Pilotinnen und Piloten von Lufthansa und Lufthansa Cargo erläutern lassen, teilte die VC am Freitag mit. Ein Treffen sei für die kommende Woche angesetzt.
Die Gewerkschaft zeigte sich allerdings skeptisch. "Nach der gegenwärtigen Informationslage können wir noch keine wesentliche Veränderung erkennen", erklärte VC-Präsident Andreas Pinheiro. "Nach den erfolgreichen Arbeitskämpfen hält die Vereinigung Cockpit an ihrer Position fest, dass nur auf Grundlage verhandlungsfähiger Angebote Lösungsräume entstehen."
Nach den Streiks der Piloten war die Lufthansa mit einem neuen Angebot auf die VC zugegangen. Die Airline schlug vor, die bisherige sogenannte Übergangsversorgung (ÜV) in die reguläre betriebliche Altersvorsorge (bAV) zu überführen, um so den Tarifkonflikt beizulegen. Dies könne die Betriebsrente für die Cockpit-Beschäftigten bei der Kernmarke Lufthansa ("Classic") und der Frachttochter Lufthansa Cargo substanziell verbessern, ohne die Gesamtkosten für das Unternehmen zu erhöhen, hieß es.
Nach den Piloten hatte auch das Kabinenpersonal eine Urabstimmung zu Arbeitskämpfen eingeleitet. Betroffen seien die Kernmarke Lufthansa sowie die Zubringer-Airline Cityline, hatte die Gewerkschaft UFO mitgeteilt. Das Votum laufe jeweils bis zum 27. März.
(Bericht von Jörn Poltz. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)