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20.03.2026 /19:21:54
FOKUS 3-US-Börsen tauchen ab - Energiepreise belasten

* Indizes verlieren
 
*Super Micro stürzen ab
 
*FedEx steigen nach guter Prognose
 
*Energiesektor im Aufwind
 
(Neu: Fokus auf USA)
Frankfurt, 20. Mrz (Reuters) - US-Anleger haben sich
angesichts des anhaltenden Nahost-Krieges am Freitag weiter
zurückgezogen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte
verlor bis zum Mittag (Ortszeit) 0,6 Prozent auf 45.742 Punkte.
Der breiter gefasste S&P 500 <.SPX> fiel um 1,1 Prozent auf 6537
Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq <.IXIC> rutschte um
1,6 Prozent auf 21.748 Punkte ab. Der
CBOE-Volatilitätsindex <.VIX>, der als Angstmesser der Wall
Street gilt, zog erneut an.

Iranische Angriffe auf Energieinfrastrukturen in den Nachbarländern Saudi-Arabien, Katar und Kuwait schürten Sorgen der Investoren vor weiter steigenden Energiepreisen. Die USA wollen im Iran-Konflikt mehr Truppen in den Nahen Osten schicken. Seit Beginn des Nahost-Krieges ist der Preis für die Ölsorte Brent aus der Nordsee um gut 50 Prozent in die Höhe geschnellt. Am Freitag lag er mit rund 109 Dollar je Barrel weiterhin deutlich über der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke Anleger fürchten, dass dies die Teuerung nach oben treiben und eine restriktivere Geldpolitik der Notenbanken zur Folge haben könnte.

ANLEGER BANGEN UM ZINSSENKUNGEN

Fed-Direktor Christopher Waller sagte, wenn die Ölpreise monatelang hoch blieben, würde sich dies auf die Kerninflation auswirken. Laut LSEG-Daten haben die Händler ihre Wetten auf eine Zinssenkung der US-Notenbank von Dezember 2026 mittlerweile auf irgendwann im Jahr 2027 verschoben. An den Anleihemärkten setzte sich der Ausverkauf fort, was die Rendite der Bundesanleihe <DE10YT=RR> auf den höchsten Stand seit 2011 trieb. Auch US-Staatsanleihen gaben nach. Im Gegenzug stieg die Rendite der 30-jährigen US-Treasuries um acht Basispunkte auf den höchsten Stand seit September.

"Die traurige Wahrheit ist, dass erhebliche Aufwärtsrisiken für die Inflation bestehen, weshalb der Ausverkauf nachvollziehbar ist. Die Neubewertung des Zinspfads, zumindest in Europa, erscheint angesichts des Schocks bei den Energiepreisen angemessen", sagte Chris Scicluna, Research-Leiter bei Daiwa Securities. Der Dollar-Index <.DXY> stand mit 99,54 Punkten 0,3 Prozent im Plus.

HEXENSABBAT SORGT FÜR KURSAUSSCHLÄGE

Auf der Unternehmensseite mussten einige Werte am sogenannten Hexensabbat zum Teil deutliche Kursausschläge hinnehmen. Zu diesem großen Verfallstermin werden an den Terminmärkten Optionen und Futures auf Aktien und Indizes fällig. Investoren versuchen daher, die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung zu bewegen.

Vor allem technologielastige Aktien wurden verkauft. Titel von Nvidia <NVDA.O> verbilligten sich um zwei Prozent, Micron <M.U> fielen um mehr als fünf Prozent. Aktien von Super Micro Computer <SMCI.O> stürzten sogar um 28 Prozent ab. Offenbar wird drei Personen, die mit dem Serverhersteller in Verbindung stehen, Beihilfe zum Schmuggeln von KI-Technologie nach China vorgeworfen.

Für etwas Erleichterung sorgte der Logistikkonzern FedEx <FDX.N> mit einer optimistischen Prognose. Die weltweite Nachfrage sei trotz der geopolitischen Spannungen stabil, hieß es ausblickend. Die Aktie legte daraufhin um 1,7 Prozent zu. Die Papiere des Konkurrenten United Parcel Service <UPS.N> notierten leicht im Plus.

Energieaktien waren angesichts der hohen Ölpreise gefragt. Der S&P 500 Energie-Index kletterte um mehr als ein Prozent. Aktien von APA Corp <APA.O>, ONEOK <OKE.N>, Exxon Mobil  <XOM.N> und Occidental Petroleum <OXY.N> gewannen zwischen 2,3 Prozent und 2,7 Prozent und gehörten damit zu den Spitzenreitern.

(Bericht von Johann M Cherian und Utkarsh Hathi, Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



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