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20.03.2026 /21:44:19
FOKUS 4-US-Börsen tauchen ab - Energiepreise belasten

* Alle drei großen Indizes verlieren
 
*Super Micro stürzen ab
 
*FedEx steigen nach guter Prognose
 
(Neu: Schlusskurse, Wochenverlauf)
Frankfurt/Berlin, 20. Mrz (Reuters) - US-Anleger haben
sich angesichts des anhaltenden Nahost-Krieges am Freitag weiter
zurückgezogen. Der Dow Jones verlor 1,0 Prozent auf 45.577
Punkte. Der technologielastige Nasdaq <.IXIC> gab zwei Prozent
auf 21.648 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 <.SPX>
büßte 1,5 Prozent auf 6506 Stellen ein. Auf Wochensicht fiel der
S&P um 1,9 Prozent, der Nasdaq und der Dow um 2,1 Prozent.
Iranische Angriffe auf Energieinfrastrukturen in den
Nachbarländern Saudi-Arabien, Katar und Kuwait schürten Sorgen
der Investoren vor weiter steigenden Energiepreisen. Die USA
wollen im Iran-Konflikt mehr Truppen in den Nahen Osten
schicken.

Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist der S&P 500 um 5,4 Prozent gefallen, der Nasdaq um 4,5 Prozent und der Dow um knapp sieben Prozent. Auch anderswo hinterließ der Krieg am Markt Spuren. Der Russell 2000, der die Kursentwicklung von 2000 kleineren börsennotierten US-Unternehmen abbildet, schloss 10,3 Prozent unter seinem Rekordstand vom 22. Januar. Damit bestätigt sich, dass sich der Index seit diesem Datum formell in einer Korrektur befindet. Der Preis für die Ölsorte Brent aus der Nordsee lag mit 111,71 Dollar je Barrel 2,9 Prozent im Plus und damit weiter deutlich über der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke. Anleger fürchten, dass dies die Teuerung nach oben treiben und eine restriktivere Geldpolitik der Notenbanken zur Folge haben könnte.

ANLEGER BANGEN UM ZINSSENKUNGEN

Fed-Direktor Christopher Waller sagte, wenn die Ölpreise monatelang hoch blieben, würde sich dies auf die Kerninflation auswirken. Laut LSEG-Daten haben die Händler ihre Wetten auf eine Zinssenkung der US-Notenbank von Dezember 2026 mittlerweile auf irgendwann im Jahr 2027 verschoben. "Die traurige Wahrheit ist, dass erhebliche Aufwärtsrisiken für die Inflation bestehen, weshalb der Ausverkauf nachvollziehbar ist. Die Neubewertung des Zinspfads, zumindest in Europa, erscheint angesichts des Schocks bei den Energiepreisen angemessen", sagte Chris Scicluna, Research-Leiter bei Daiwa Securities. Der Dollar-Index <.DXY> stand mit 99,58 Punkten 0,3 Prozent im Plus.

HEXENSABBAT SORGT FÜR KURSAUSSCHLÄGE

Auf der Unternehmensseite mussten einige Werte am sogenannten Hexensabbat zum Teil deutliche Kursausschläge hinnehmen. Zu diesem großen Verfallstermin werden an den Terminmärkten Optionen und Futures auf Aktien und Indizes fällig. Investoren versuchen daher, die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung zu bewegen.

Vor allem technologielastige Aktien wurden verkauft. Titel von Nvidia <NVDA.O> verbilligten sich um 3,3 Prozent, Micron <MU.O> fielen um 4,8 Prozent. Aktien von Super Micro Computer <SMCI.O> stürzten sogar um 33,3 Prozent ab. Offenbar wird drei Personen, die mit dem Serverhersteller in Verbindung stehen, Beihilfe zum Schmuggeln von KI-Technologie nach China vorgeworfen.

Für etwas Erleichterung sorgte der Logistikkonzern FedEx <FDX.N> mit einer optimistischen Prognose. Die weltweite Nachfrage sei trotz der geopolitischen Spannungen stabil, hieß es ausblickend. Die Aktie legte daraufhin um 0,8 Prozent zu.

Energieaktien waren angesichts der hohen Ölpreise gefragt. Aktien von APA Corp <APA.O>, ONEOK <OKE.N>, Exxon Mobil  <XOM.N> und Occidental Petroleum <OXY.N> gewannen zwischen 0,9 und 2,8 Prozent.

(Bericht von Johann M Cherian, Utkarsh Hathi und Anika Ross Bearbeitet von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



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