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21.03.2026 /04:03:17
USA setzen Sanktionen gegen iranisches Öl zur Preisdämpfung für 30 Tage aus

21. Mrz (Reuters) - Die US-Regierung hat die Sanktionen für den Kauf von iranischem Öl auf See zur Eindämmung des weltweiten Preisanstiegs für 30 Tage ausgesetzt. US-Finanzminister Scott Bessent teilte am Freitag (Ortszeit) auf X mit, dass durch die Ausnahmeregelung rund 140 Millionen Barrel Öl auf die Weltmärkte gelangen. Die Lieferungen könnten Energieminister Chris Wright zufolge Asien innerhalb von drei oder vier Tagen erreichen. Die Maßnahme gilt bis zum 19. April. Regionen wie Kuba, Nordkorea und die Krim sind ausgenommen.

China dürfte als größter Abnehmer von iranischem Öl der Hauptprofiteur sein. Bessent erklärte, der Iran werde jedoch Schwierigkeiten haben, auf die Einnahmen zuzugreifen. Washington werde den maximalen Druck auf das Land aufrechterhalten. Man wolle die iranischen Barrel gegen Teheran einsetzen, um den Preis niedrig zu halten, während die Militäroperation fortgesetzt werde, sagte der Minister.

Dies ist das dritte Mal innerhalb von gut zwei Wochen, dass das US-Finanzministerium Sanktionen gegen Öl von verfeindeten Staaten vorübergehend lockert. Washington hatte zuvor Ausnahmeregelungen für russisches Öl erlassen. Die Regierung setzte am Mittwoch zudem ein Schifffahrtsgesetz für 60 Tage aus, sodass ausländische Schiffe Treibstoff zwischen US-Häfen transportieren dürfen.

Der Iran hat seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels faktisch die Straße von Hormus geschlossen. Etwa 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls und Flüssiggases werden durch diese Meerenge transportiert. Die Ölpreise sind deswegen um rund 50 Prozent auf über 100 Dollar pro Barrel gestiegen.

(Bericht von Ismail Shakil und Timothy Gardner, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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