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21.03.2026 /19:30:18
EU-Antirassismusbeauftragte: Struktureller Rassismus in Europa tief verwurzelt

Amsterdam, 21. Mrz (Reuters) - Struktureller Rassismus ist nach den Worten der Antirassismus-Beauftragten der Europäischen Union in Europa tief verwurzelt. Es müsse eine Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe geben, forderte Michaela Moua am Samstag auf einem Symposium in Amsterdam. Nach Daten der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte hat fast die Hälfte der Menschen afrikanischer Abstammung in der Staatengemeinschaft Diskriminierung erfahren. Viele stünden trotz eines Universitätsabschlusses vor Hürden auf dem Arbeitsmarkt.

"Rassismus ist kein Relikt der Vergangenheit. Er ist eine bestehende Struktur", sagte Moua. Sie forderte eine Verbesserung der Datenerhebung zur Gleichstellung. Die EU-Mitgliedstaaten würden bei der Erfassung von Informationen zu ethnischer Zugehörigkeit noch weit auseinanderliegen. Die im Januar verabschiedete Antirassismus-Strategie der EU zielt darauf ab, bestehende Gesetze strenger durchzusetzen und Rassismus in der öffentlichen Verwaltung zu bekämpfen.

(Bericht von Charlotte Van Campenhout, geschrieben von Hans Busemann. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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