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23.03.2026 /00:46:01
Kriegsangst im Nahen Osten drückt auf die Börsen - Dollar und Ölpreis legen zu

Sydney, 23. Mrz (Reuters) - Die Eskalation im Nahost-Konflikt hat die Börsen in Asien am Montag auf Talfahrt geschickt. Der Dollar legte zu, während die Ölpreise nach neuen Drohungen zwischen den USA und dem Iran sowie der Aussicht auf wochenlange Kämpfe in Israel eine Achterbahnfahrt hinlegten. Der Iran hatte am Sonntag gedroht, die Energie- und Wassersysteme seiner Nachbarn am Golf anzugreifen, falls US-Präsident Donald Trump seine Drohung wahr mache, binnen 48 Stunden das iranische Stromnetz lahmzulegen. Trump hatte dem Iran seinerseits am Sonntag eine Frist von 48 Stunden gesetzt, um die strategisch wichtige Straße von Hormus zu öffnen.

Die Aktienmärkte in Australien und Neuseeland gaben um 1,7 beziehungsweise 1,1 Prozent nach. Die Terminkontrakte auf den japanischen Nikkei-Index notierten ebenfalls deutlich im Minus. An der Wall Street deuteten die Terminkontrakte auf den S&P 500 und den Nasdaq auf Verluste hin. Die Ölpreise zeigten sich in Asien unruhig. Die Sorte Brent verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 111,82 Dollar je Barrel, notierte auf Monatssicht jedoch immer noch 55 Prozent im Plus.

Der Inflationsschub durch die steigenden Energiepreise hat die Hoffnung der Märkte auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik zunichtegemacht. Stattdessen werden nun Zinserhöhungen in den meisten Industrieländern eingepreist. Dies trieb die Anleiherenditen in die Höhe. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen lagen bei 4,3856 Prozent und damit 42 Basispunkte höher als zu Beginn des Krieges vor vier Wochen. "Der Krieg könnte noch viele Wochen andauern und den Ölpreis auf 150 Dollar pro Barrel treiben", sagte Shane Oliver, Anlagestratege beim Fondsmanager AMP.

Von der erhöhten Volatilität an den Märkten profitierte der US-Dollar, der als sicherer Hafen gilt. Die USA sind zudem Netto-Energieexporteur, was ihnen einen relativen Vorteil gegenüber Europa und einem Großteil Asiens verschafft. Der Dollar notierte 0,2 Prozent fester bei 159,44 Yen und damit nur knapp unter einem 20-Monats-Hoch. Der Euro gab leicht auf 1,1545 Dollar nach. Der Goldpreis legte um 0,4 Prozent auf 4511 Dollar je Feinunze zu. In der vergangenen Woche hatte das Edelmetall jedoch an Wert verloren, da die Anleger auf weltweit höhere Zinsen setzten.

(Bericht von Wayne Cole, geschrieben von Sabrina Frangos. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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