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22.03.2026 /04:16:26
Bekenntnis zu Deutschland: VW treibt massiven Stellenabbau dennoch voran

Berlin, 22. Mrz (Reuters) - Trotz massiver Gewinneinbrüche und eines geplanten Abbaus von 50.000 Stellen hält Volkswagen-Konzernchef <VOWG.DE> Oliver Blume am Standort Deutschland fest, fordert aber radikale Produktivitätssteigerungen. "Wir werden auch in Zukunft weiterhin Kapazitäten auf den Prüfstand stellen", machte Blume laut einem Vorabbericht im Interview mit der "Bild am Sonntag" und Blick auf weltweite Überkapazitäten deutlich. Angesichts gesunkener operativer Ergebnisse betonte Blume, dass sich die Weltmärkte komplett verschoben hätten: "Fahrzeuge in Deutschland zu entwickeln, bauen und dann zu exportieren, funktioniert nicht mehr." Die verschiedenen Weltregionen hätten sich zu stark verändert.

Blume bestätigte das Ziel, bis 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland sozialverträglich abzubauen. Zu Berichten über mögliche Werksschließungen erklärte er, Überkapazitäten kosteten Geld, weshalb man die Werke an "klare Fabrikkostenziele" gekoppelt habe. Dies gelte nicht nur für Deutschland und Europa, sondern auch für China. Zwar lohne sich "Made in Germany" laut Blume auch in Zukunft, doch die Kosten seien zu hoch. "Wir haben eine höhere Kostenstruktur, auch bei den Lohnkosten. Und das müssen wir kompensieren mit höherer Produktivität", forderte er. Zudem kritisierte er die politischen Rahmenbedingungen: "Wir haben zu hohe Energiekosten und eine zu hohe Regulatorik." Trotz der aktuellen Krise sieht er Lichtblicke: Die Auftragsbestände seien deutlich gestiegen, und die Produkte würden gut angenommen. Dennoch bleibe die Ansage klar: "Die Sanierung geht weiter", so Blume abschließend.

(Bericht von Bettina Cosima Larrarte. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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