22. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
18.00 Uhr - Libanons Präsident Joseph Aoun wertet die israelischen Angriffe auf die Infrastruktur seines Landes als Auftakt für eine Bodenoffensive. Die gezielte Zerstörung von Brücken über den Fluss Litani sei ein Versuch, die geografische Verbindung vom Süden zum Rest des libanesischen Staatsgebiets zu kappen, erklärt er. Er verdächtigt Israel, eine Pufferzone einrichten zu wollen. Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte Israels Vorgehen schon zuvor mit dem Modell im Gazastreifen verglichen, wo das Militär durch die Räumung und Zerstörung von Gebäuden in Grenznähe Pufferzonen geschaffen hatte.
17.22 Uhr - Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben vier Menschen getötet worden. Ein Angriff habe einem Polizeifahrzeug im Lager Nuseirat gegolten, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Dabei seien drei Personen getötet und zehn weitere verletzt worden. Aus dem Umfeld von Sanitätern und der Polizei hieß es, die drei Getöteten seien Mitglieder der von der Hamas geführten Polizei gewesen. Bei einem zweiten Angriff im Norden das Gazastreifens sei eine weitere Person getötet worden. Dabei habe es sich um einen Anführer einer der bewaffneten Gruppen der Fatah gehandelt.
12.36 Uhr - Bei einem Hubschrauberabsturz in den Hoheitsgewässern Katars sind nach offiziellen Angaben sieben Menschen getötet worden. Die Verteidigungsministerien von Katar und der Türkei teilen mit, der Hubschrauber sei nach einer technischen Störung abgestürzt. Diese habe sich während eines "Routineeinsatzes" ereignet. Vier der Getöteten seien Angehörige der katarischen Streitkräfte gewesen, einer stamme aus den gemeinsamen Streitkräften von Katar und der Türkei. Zudem seien zwei Techniker ums Leben gekommen. "Die militärische Zusammenarbeit und Koordinierungsmaßnahmen zwischen der Republik Türkei und dem Staat Katar werden im Rahmen bestehender Abkommen und Pläne unvermindert fortgesetzt", erklärt die Türkei. Ob der Nahost-Krieg bei dem Einsatz eine Rolle spielte, blieb zunächst offen.
12.09 Uhr - Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat am Sonntag mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi telefoniert, sagt ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Worüber gesprochen wurde, blieb zunächst offen.
11.20 Uhr - In der Debatte um die Sicherung der Straße von Hormus hat Verteidigungsminister Boris Pistorius bekräftigt, dass Deutschland sich erst nach einem Waffenstillstand beteiligen würde. Man sei bereit zu helfen, ob bei der Minenräumung "oder was auch immer", "aber eben erst nach Beendigung der Kampfhandlungen", sagte er bei einem Besuch in Japan. "Alles andere macht überhaupt keinen Sinn." Deutschland wolle sich nicht in den Krieg hineinziehen lassen.
11.02 Uhr - Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weisen das Militär an, die Zerstörung von Häusern in libanesischen Grenzdörfern zu beschleunigen. Damit sollen Bedrohungen für israelische Gemeinden beendet werden, teilt Katz mit. Zudem solle die Armee umgehend alle Brücken über den libanesischen Fluss Litani zerstören. Diese würden für "terroristische Aktivitäten" genutzt.
11.00 Uhr - Verteidigungsminister Boris Pistorius will das 48-Stunden-Ultimatum von US-Präsident Donald Trump nicht kommentieren. "Ich würde sagen: abwarten", sagte er bei einem Japan-Besuch auf eine entsprechende Frage. "Wir werden sehen, was passiert."
10.15 Uhr - Die britische Regierung hat sich bedeckt zum Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran gehalten. Trump spreche für sich selbst und könne seine Aussagen selbst verteidigen, sagte der britische Wohnungsbauminister Steve Reed dem Sender Sky News auf die Frage nach der britischen Haltung. "Wir werden uns nicht in den Krieg hineinziehen lassen, aber wir werden unsere eigenen Interessen in der Region schützen." Großbritannien werde mit seinen Verbündeten zusammenarbeiten, um die Lage zu deeskalieren.
07.23 Uhr - Der Iran ist der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Mehr zufolge zur Zusammenarbeit mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) bereit, um die Sicherheit im Golf zu verbessern. Die Straße von Hormus bleibe für alle Schiffe geöffnet, mit Ausnahme von jenen, die mit "Feinden des Iran" in Verbindung stünden, sagte der iranische IMO-Vertreter Ali Mussawi der Agentur zufolge. Die Durchfahrt sei nach vorheriger Abstimmung mit der Regierung in Teheran möglich. Mussawi macht zudem israelische und US-Angriffe auf den Iran für die aktuelle Lage in der Meerenge verantwortlich.
05.51 Uhr - Japan könnte sich nach den Worten von Außenminister Toshimitsu Motegi an einer Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligen. Voraussetzung sei jedoch ein Waffenstillstand in dem Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran, sagte Motegi. Japan importiert rund 90 Prozent seines Öls über die Meerenge, die der Iran im Zuge des Krieges weitgehend geschlossen hat. US-Präsident Donald Trump hatte die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zuvor gedrängt, sich stärker für die Öffnung der wichtigen Schifffahrtsroute zu engagieren.
04.44 Uhr - Das saudische Verteidigungsministerium meldet den Beschuss der Hauptstadt Riad mit drei Raketen. Eine davon wurde abgefangen, teilt die Behörde mit. Die beiden anderen schlugen demnach in unbewohntem Gebiet ein.
02.17 Uhr - Das Vereinigte Kampfkommando der iranischen Streitkräfte droht für den Fall eines Angriffs auf die eigene Treibstoff- und Energieinfrastruktur mit Vergeltung. Dann würden sämtliche Energieanlagen der USA in der Region ins Visier genommen, berichten iranische Medien. US-Präsident Donald Trump hatte auf der Plattform "Truth Social" angekündigt, iranische Kraftwerke zu zerstören, sollte das Land die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden vollständig öffnen.
01.59 Uhr - Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt
01.47 Uhr - Ein unbekanntes Geschoss trifft nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO ein Schiff vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Der Vorfall ereigne sich 15 Seemeilen (rund 28 Kilometer) nördlich des Emirats Schardscha, teilt die Behörde mit. Die gesamte Besatzung sei unversehrt.
01.31 Uhr - Die israelische Armee untersucht das Versagen ihrer Luftabwehr bei einem iranischen Raketenangriff. Bei der Attacke auf den Süden des Landes wurden Dutzende Menschen verletzt, darunter auch Kinder. Ein Armeesprecher erklärt, das System sei zwar aktiv gewesen, habe die Geschosse jedoch nicht abfangen können. Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, sie hätten "militärische Einrichtungen" ins Visier genommen.
01.12 Uhr - Großbritannien hat einem Zeitungsbericht zufolge ein atomgetriebenes U-Boot ins Arabische Meer verlegt. Das mit Tomahawk-Marschflugkörpern ausgestattete U-Boot ermögliche Langstreckenangriffe, sollte der Konflikt in der Region eskalieren, berichtet die Zeitung "Daily Mail". Eine Stellungnahme des britischen Verteidigungsministeriums liegt zunächst nicht vor.
00.56 Uhr - US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der Zerstörung seiner Kraftwerke. Sollte das Land die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden vollständig öffnen, würden die USA die Anlagen angreifen und vernichten, kündigt Trump auf "Truth Social" an. Begonnen werde mit der größten.
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