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| * | Nikkei fiel um 3,9 Prozent; Brent verbilligte sich um |
| 0,2 Prozent | |
| Sydney, 23. Mrz (Reuters) - Die Eskalation im | |
| Nahost-Konflikt hat die Börsen in Asien am Montag auf Talfahrt | |
| geschickt, während die Renditen von US-Staatsanleihen auf ein | |
| Achtmonatshoch kletterten. Grund waren neue Drohungen zwischen | |
| den USA und dem Iran sowie die Aussicht auf wochenlange Kämpfe | |
| in Israel. Der Iran hatte am Sonntag gedroht, die Energie- und | |
| Wassersysteme seiner Nachbarn am Golf anzugreifen, falls | |
| US-Präsident Donald Trump seine Drohung wahr mache, binnen 48 | |
| Stunden das iranische Stromnetz lahmzulegen. Trump setzte dem | |
| Iran seinerseits eine Frist von 48 Stunden, um die strategisch | |
| wichtige Straße von Hormus zu öffnen. | |
Der japanische Nikkei-Index fiel um 3,9 Prozent, der südkoreanische Markt gab um 4,5 Prozent nach. Für Europa deuteten die Terminkontrakte auf den EuroStoxx 50 und den Dax ebenfalls auf Verluste von jeweils 1,2 Prozent hin. Die Ölpreise zeigten sich unruhig. Die Sorte Brent verbilligte sich um 0,2 Prozent auf 111,90 Dollar je Barrel, notierte auf Monatssicht jedoch immer noch 55 Prozent im Plus. "Der Krieg könnte noch viele Wochen andauern und den Ölpreis auf 150 Dollar pro Barrel treiben", sagte Shane Oliver, Anlagestratege beim Fondsmanager AMP.
Der Inflationsschub durch die steigenden Energiepreise hat die Hoffnung der Märkte auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik zunichtegemacht. Stattdessen werden nun Zinserhöhungen in den meisten Industrieländern eingepreist. Dies trieb die Anleiherenditen in die Höhe. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichten mit 4,4110 Prozent ein Achtmonatshoch. Sie lagen damit 44 Basispunkte höher als zu Beginn des Krieges vor vier Wochen.
Von der erhöhten Volatilität an den Märkten profitierte der US-Dollar, der als sicherer Hafen gilt. Die USA sind zudem Netto-Energieexporteur, was ihnen einen relativen Vorteil gegenüber Europa und einem Großteil Asiens verschafft. Der Euro gab leicht auf 1,1555 Dollar nach. Der Dollar notierte gegenüber dem Yen unverändert bei 159,15 und damit nur knapp unter einem 20-Monats-Hoch. Der Goldpreis legte um 0,4 Prozent auf 4511 Dollar je Feinunze zu. In der vergangenen Woche hatte das Edelmetall jedoch an Wert verloren, da die Anleger auf weltweit höhere Zinsen setzten.
(Bericht von Wayne Cole, geschrieben von Sabrina Frangos. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)