München, 23. Mrz (Reuters) - Der Kölner Außenwerber Ströer <SAXG.DE> will für das abgelaufene Jahr weniger Dividende zahlen und stattdessen eigene Aktien zurückkaufen. Der persönlich haftende Gesellschafter, die Ströer Management SE, habe eine Dividende von 1,85 Euro je Aktie beschlossen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Für 2024 hatte Ströer 2,30 Euro je Aktie ausgeschüttet. Bis November will Ströer eigene Aktien für bis zu 50 Millionen Euro erwerben und auf diese Weise nicht benötigtes Kapital an die Aktionäre zurückgeben. Zum aktuellen Aktienkurs entspricht das 2,7 Prozent des Grundkapitals. Die zurückgekauften Aktien sollen anschließend eingezogen werden.
"Vor dem Hintergrund der auch unter herausfordernden Marktbedingungen unveränderten resilienten strategischen Positionierung im Kerngeschäft wird damit die bereits in den vergangenen Jahren begonnene Optimierung der Kapitalallokation fortgeführt", erklärte Ströer zur Begründung. Das Unternehmen werde weiter profitabel wachsen und sich von einem Werbeflächen-Vermarkter mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) zu einer Vermarktungs-Plattform entwickeln. Über die nächsten drei bis fünf Jahre sieht Ströer dadurch erhebliches Effizienzpotenzial, das zu deutlich höheren Margen führen werde.
2025 war der Umsatz von Ströer nur noch leicht auf 2,075 Milliarden Euro gewachsen, das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stagnierte bei 626 Millionen Euro. Für das laufende Jahr erwartet Ströer ein Umsatzwachstum um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz, das bereinigte Ebitda soll sich analog dazu entwickeln.
(Bericht von Alexander Hübner. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)