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23.03.2026 /22:52:23
KORRIGIERT-FOKUS 2-Nach Flugzeugunglück in New York - Weiterer Zwischenfall an US-Airport

(Streicht im fünften Absatz Informationen zur Geschwindigkeit bei der Kollision. Sie war wahrscheinlich höher als die ursprünglich angegebenen 39 km/h. Die genaue Geschwindigkeit war zunächst nicht bekannt.)

*Turm am Flughafen Newark geräumt - Flugbetrieb
zwischenzeitlich gestoppt
 
*Zuvor tödlicher Zusammenstoß am New Yorker Airport
LaGuardia
 
*Flugzeug kollidierte bei Landung mit Feuerwehrauto
 
*LaGuardia gesperrt, Hunderte Flüge fallen aus
 
Washington/New York, 23. Mrz (Reuters) - Einen Tag nach
dem Flugzeugunglück auf dem Flughafen LaGuardia in New York mit
zwei Toten hat es im Großraum der US-Metropole einen weiteren
Zwischenfall auf einem Airport gegeben. Am Montagmorgen
(Ortszeit) musste der Kontrollturm des Flughafens Newark wegen
Brandgeruchs vorübergehend geräumt werden. "An- und Abflüge am
internationalen Flughafen Newark Liberty in New Jersey wurden
vorübergehend ausgesetzt", teilte die US-Luftfahrtbehörde FAA
mit. Der Tower musste evakuiert werden, nachdem Brandgeruch aus
Richtung eines Aufzugs kam. Starts und Landungen seien gegen
7.30 Uhr gestoppt worden. Etwa eine halbe Stunde später kehrten
die Fluglotsen an ihre Arbeitsplätze zurück, und der Stopp wurde
aufgehoben.

Der Vorfall ereignete sich kurz nach einem Flugzeugunglück auf dem Flughafen LaGuardia in New York. Dort waren am späten Sonntagabend (Ortszeit) beim Zusammenstoß einer Maschine der Fluggesellschaft Air Canada mit einem Feuerwehrauto beide Piloten ums Leben gekommen. Weitere 41 Menschen wurden den Behörden zufolge verletzt. Neun von ihnen würden weiter im Krankenhaus behandelt. US-Verkehrsminister Sean Duffy erklärte, dass mindestens zwei Feuerwehrleute schwere Verletzungen erlitten hätten.

MEHRERE HUNDERT FLÜGE GESTRICHEN

Der aus dem kanadischen Montréal kommende Regionaljet kollidierte bei der Landung mit dem Einsatzfahrzeug. Der Flughafen wurde daraufhin gesperrt. Die FAA rechnet damit, dass LaGuardia bis Montag um 14.00 Uhr (Ortszeit/19.00 Uhr MEZ) geschlossen bleibt. Nach Angaben der Website Flightaware wurden bis Montag rund 546 Flüge gestrichen.

An Bord des Flugzeugs vom Typ CRJ-900 befanden sich 72 Fluggäste und vier Besatzungsmitglieder. Das Feuerwehrfahrzeug war auf dem Weg zu einer Maschine der United Airlines  <UAL.O>, deren Crew wegen verdächtiger Geruchsentwicklung Alarm geschlagen hatte. Als der Einsatzwagen die Landebahn überquerte, wurde er von dem Regionaljet erfasst. Den Funkaufzeichnungen der Flugsicherung zufolge hatte das Feuerwehrauto zuvor die Freigabe zur Überquerung erhalten. Kurz darauf rief ein Fluglotse: "Stopp, stopp, stopp, Wagen 1, stopp, Wagen 1, stopp."

Bei dem Aufprall wurde die Flugzeugspitze praktisch zerstört. Zuständig für den Flug war die Air-Canada-Partnergesellschaft Jazz Aviation, eine Tochterfirma von Chorus Aviation . Experten der US-Verkehrsunfallbehörde NTSB untersuchen den Zwischenfall.

FRAGEN ZUR SICHERHEIT IM US-LUFTVERKEHR

Die Vorfälle reihen sich in eine Serie von Sicherheitsproblemen im US-Flugverkehr ein und dürften die Aufsichtsbehörden weiter unter Druck setzen. Im Februar hatte eine überparteiliche US-Abgeordnetengruppe einen Gesetzentwurf eingebracht, um Empfehlungen zur Flugsicherheit umzusetzen. Diese resultierten aus einer einjährigen Untersuchung der Kollision eines Regionaljets von American Airlines  <AAL.O> mit einem Hubschrauber der Streitkräfte im Januar 2025, bei der 67 Menschen starben.

(Bericht von Gursimran Kaur, Shubham Kalia, Abu Sultan, Preetika Parashuraman und Ruchika Khanna in Bangalore, Bing Guan in New York und David Shepardson, Susan Heavey und Katharine Jackson in Washington, geschrieben von Philipp Krach, redigiert von Christian Rüttger)

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