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23.03.2026 /15:06:22
MÄRKTE-US-Börsen steigen nach Trumps Aufschub von Iran-Ultimatum

23. Mrz (Reuters) - Nachdem US-Präsident Donald Trump eine Verschiebung der Angriffe auf iranische Kraftwerke angekündigt hat, greifen US-Anleger wieder bei Aktien zu. Der Dow Jones stieg zur Eröffnung am Montag um 1,6 Prozent auf 46.315 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 <.SPX> und der technologielastige Nasdaq <.IXIC> zogen ebenfalls rund 1,5 Prozent auf 6593 und 21.961 Zähler an. Trump hatte am Montag erklärt, er werde nach "produktiven Gesprächen" mit Teheran das Militär anweisen, Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur für fünf Tage aufzuschieben.

"Das ist genau das, was der Markt hören musste, um die Erwartungen für den schlimmsten Fall neu zu bewerten", sagte Fiona Cincotta, Analystin bei City Index. "Das bedeutet, dass die Straße von Hormus möglicherweise wieder geöffnet wird; das wird fast sofort eingepreist." Die Erholung hänge davon ab, ob es "weitere unterstützende Kommentare, insbesondere aus dem Iran" gebe, dass Fortschritte erzielt würden.

Am Rohölmarkt brachen die Preise in der Spitze mehr als 14 Prozent ein. Im Handelsverlauf schränkte Rohöl der Sorte Brent den Rückgang auf minus neun Prozent auf 101,70 Dollar je Barrel ein. US-Leichtöl WTI <CLc1> verbilligte sich ähnlich stark auf bis zu 89,57 Dollar je Barrel. Entsprechend gaben die Aktien von Ölkonzernen wie Exxon Mobil <XOM.N> und Chevron <CVX.N> in den ersten Handelsminuten mehr als zwei beziehungsweise rund ein Prozent nach. Papiere von Fluggesellschaften wie American Airlines <AAL.N> und United Airlines <UAL.N> gewannen dagegen jeweils rund fünf Prozent.

Auch Bankaktien wie JPMorgan <JPM.N> und Goldman Sachs <GS.N> zogen jeweils rund drei Prozent an. Die Anleger schraubten zudem ihre Wetten auf Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed zurück. Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Schritt im Dezember sank dem FedWatch Tool der CME Group zufolge auf 20 Prozent von zuvor mehr als 50 Prozent.

Die Erleichterung der Anleger wurde jedoch durch widersprüchliche Meldungen gedämpft. Die iranische Nachrichtenagentur Fars dementierte Trumps Darstellung und zitierte eine Quelle, wonach es weder direkte noch indirekte Gespräche mit den USA gegeben habe. Zudem teilte das israelische Militär mit, es führe Angriffe im Iran aus.

(Bericht von Purvi Agarwal, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)



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