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23.03.2026 /23:00:23
VORSCHAU-Was morgen wichtig wird

Frankfurt, 23. Mrz (Reuters) - Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über die absehbaren TOP-THEMEN des morgigen Tages aus den Ressorts Politik, Wirtschaft und Finanzmärkte. (Stand 23.00 Uhr)

DÄNEMARK/WAHLEN - In Dänemark wird ein neues Parlament gewählt. Den Sozialdemokraten von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen droht dabei das schlechteste Wahlergebnis seit mehr als einem Jahrhundert, sie gilt jedoch weiter als Favoritin für das Amt an der Regierungsspitze. Überschattet wird die Wahl von den Versuchen von US-Präsident Donald Trump, das teilautonome dänische Außengebiet Grönland zu annektieren. Im Wahlkampf dominierten zuletzt jedoch innenpolitische Themen wie die Lebenshaltungskosten, eine geplante Reichensteuer sowie anhaltende Debatten zur Migration. Da kein politisches Lager mit einer klaren Mehrheit rechnen kann, dürfte dem zentristischen Außenminister und Ex-Regierungschef Lars Lökke Rasmussen bei der Regierungsbildung eine Schlüsselrolle zufallen.

EU/AUSTRALIEN - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Handelskommissar Maros Sefcovic wollen bei einem Besuch in Australien die letzten Details für ein Handelsabkommen festzurren. Die Verhandlungen befänden sich auf der Zielgeraden, sagte ein Sprecher der Kommission. Mit dem Pakt will die EU ihre Handelsbeziehungen breiter aufstellen, um die Abhängigkeit von China zu verringern und die Folgen der US-Strafzölle abzufedern. 2023 war ein Anlauf am Streit über den europäischen Marktzugang für australische Agrarprodukte gescheitert. Nun hofft Brüssel auf einen besseren Zugang zu kritischen Rohstoffen wie Lithium und Aluminium.

DEUTSCHLAND/INDUSTRIE - Wie blicken deutsche Unternehmen auf ihr Auslandsgeschäft? Antworten darauf dürfte eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer geben, für die rund 2400 Firmen befragt wurden. DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier will die Details in Berlin vorstellen. Dabei dürfte es um die US-Zölle und die immer stärkere Konkurrenz in China gehen, aber auch neue Absatzmärkte wie Indien und Lateinamerika.

EUROZONE/EINKAUFSMANAGER - Der Einkaufsmanagerindex für März zeigt, wie es nach dem Ausbruch des Irankrieges um die Konjunktur in Deutschland und dem Euroraum bestellt ist. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten erwarten, dass sich das Barometer weiter im Wachstumsbereich halten wird, auch wenn die Wirtschaft hierzulande und auch in der Euro-Zone nicht mehr so viel Schwung haben dürfte wie im Februar. Das Barometer des Finanzdienstleisters S&P Global, bei dem Einkaufsmanager von Firmen die Geschäftsbedingungen beurteilen, gilt an den Finanzmärkten als wichtiger Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung.

DEUTSCHLAND/CHEMIE-TARIFVERHANDLUNGEN - Die bundesweiten Tarifverhandlungen für die 585.000 Beschäftigten in der chemischen und pharmazeutischen Industrie gehen in die dritte Runde. Die ersten beiden Runden waren im Februar ergebnislos vertagt worden. Die Gewerkschaft IGBCE fordert wegen der hohen Inflation der vergangenen Jahre deutlich mehr Geld für die Beschäftigten und lehnt eine Nullrunde ab. Die Arbeitgeber verweisen dagegen auf eine tiefe Branchenkrise. Die Verhandlungen im rheinland-pfälzischen Bad Breisig sind für zwei Tage angesetzt.

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