23. Mrz (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
16.54 Uhr - Russland plant dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge vier Bodenkontrollstationen für Langstrecken-Angriffsdrohnen in Belarus. Er beruft sich dabei auf den Militärgeheimdienst seines Landes. Selenskyj habe den Geheimdienstchef angewiesen, die Partner der Ukraine über diese Pläne zu informieren. Er warnt seit Monaten vor einer stärkeren Verwicklung von Belarus in den Ukrainekrieg.
12.49 Uhr - Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat sich besorgt über eine mögliche Ausweitung des Iran-Kriegs auf die Region Kaspisches Meer geäußert. Sein iranischer Amtskollege Abbas Aragtschi habe dieser Besorgnis in einem Gespräch am Montag zugestimmt, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Der Konflikt sei von den USA und Israel proviziert worden. Das Kaspische Meer grenzt im Norden an Russland und im Süden an den Iran. Auch die früheren Sowjetrepubliken Kasachstan, Aserbaidschan und Turkmenistan liegen am Kaspischen Meer. Lawrow warnt zudem vor Angriffen auf die iranische Atom-Infrastruktur, darunter das Kraftwerk in Buschehr. Solche Angriffe stellten ein inakzeptables Risiko für die Sicherheit des russischen Personals dort dar und seien mit katastrophalen Folgen für die Umwelt verbunden.
10.08 Uhr - Die russischen Ostseehäfen Primorsk und Ust-Luga haben Branchenkennern zufolge nach Drohnenangriffen die Verladung von Öl und Treibstoff ausgesetzt. In Primorsk war nach Drohnenangriffen ein Treibstofftank in Brand geraten, wie der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Ob es in Ust-Luga Schäden gegeben hat, bleibt zunächst unklar. Über die beiden Häfen wird ein Großteil der russischen Öl- und Treibstoffexporte abgewickelt. Aus der Ukraine gibt es zunächst keine Stellungnahme. Das Land hat in seinem Abwehrkampf gegen Russland wiederholt Ölexportanlagen und -raffinerien angegriffen, um die russische Kriegswirtschaft zu schwächen.
05.51 Uhr - Ein Treibstofflager im russischen Ostseehafen Primorsk steht nach einem Drohnenangriff in Flammen. Das teilt der Gouverneur der nordwestlichen Region Leningrad, Alexander Drosdenko, über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei den jüngsten Angriffen seien in der Region 35 Drohnen abgeschossen worden.
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