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23.03.2026 /19:23:12
MÄRKTE -Wall Street legt nach Trump-Äußerungen zu Iran zu

Frankfurt, 23. Mrz (Reuters) - Die US-Börsen haben am Montag nach Äußerungen von Präsident Donald Trump zugelegt. Bis zum Abend europäischer Zeit legte der Dow-Jones-Index 1,95 Prozent auf 46.465,56 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 <.SPX> gewann 1,67 Prozent auf 6614,88 Zähler und der technologielastige Nasdaq Composite <.IXIC> stieg um 1,85 Prozent auf 22.047,64 Stellen. Alle drei Indizes steuerten auf die größten Tagesgewinne seit Anfang Februar zu.

Trump hatte erklärt, er habe das Verteidigungsministerium angewiesen, militärische Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen. In den beiden vergangenen Tagen habe es gute und produktive Gespräche mit dem Iran gegeben. Das iranische Außenministerium wies die Darstellung jedoch zurück: Ein Sprecher teilte mit, es habe keine Gespräche mit den USA gegeben und die Bedingungen für ein Ende des Krieges hätten sich nicht geändert.

Trumps Entspannungssignale wirkten sich auch auf die Zinserwartungen aus. Die am Terminmarkt eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Dezember sank nach den Äußerungen Trumps auf 24 Prozent, nachdem sie zuvor bei über 50 Prozent gelegen hatte. In der vergangenen Woche hatten die Märkte ihre Erwartungen an eine baldige Lockerung zurückgeschraubt, nachdem die US-Notenbank Fed einen restriktiven Kurs signalisiert und für dieses Jahr nur noch eine einzige Zinssenkung in Aussicht gestellt hatte. "Die Fed steckt für eine Weile fest", sagte David Bianco, Chief Investment Officer für Amerika bei der DWS. "Ein Konflikt ist inflationär, aber man erhöht die Zinsen nicht, wenn sich das eigene Land mitten in einem tiefen, eskalierenden Konflikt befindet."

Besonders gefragt waren Aktien aus der Reisebranche. Papiere von Fluggesellschaften wie American Airlines <AAL.N> und United Airlines <UAL.N> legten um mehr als fünf Prozent zu. Kreuzfahrtanbieter wie Carnival Corp <CCL.N>, Norwegian Cruise Lines <NCLH.N> und Viking Holdings <VIK.N> gewannen sogar mehr als sieben Prozent.

Bankenwerte, die während des Konflikts stark verkauft worden waren, erholten sich ebenfalls. JPMorgan Chase  <JPM.N> und Goldman Sachs  <GS.N> gewannen 1,7 beziehungsweise drei Prozent. Unter den Einzelwerten stiegen die Aktien von Synopsys  <SNPS.O> um 3,7 Prozent. Zuvor war bekannt geworden, dass der aktivistische Investor Elliott eine milliardenschwere Beteiligung an dem Unternehmen aufgebaut hatte.

(Bericht von Purvi Agarwal, Twesha Dikshit und Johann Cherian, bearbeitet von Olaf Brenner Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)



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