23. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
22.50 Uhr - Die US-Regierung zieht einem Medienbericht zufolge den iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf als möglichen Partner und sogar als künftigen Staatschef in Betracht. Zumindest einige Vertreter im Weißen Haus sähen in ihm einen geeigneten Ansprechpartner, der den Iran führen und in der nächsten Phase des Krieges mit US-Präsident Donald Trump verhandeln könnte, berichtet das Nachrichtenportal "Politico" unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Stellungnahmen aus Washington und Teheran liegen zunächst nicht vor.
21.23 Uhr - Der ukrainische Militärgeheimdienst verfügt nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj über unwiderlegbare Beweise dafür, dass Russland dem Iran Geheimdienstinformationen liefert. Russland nutze dafür seine eigenen Fähigkeiten zur elektronischen Aufklärung sowie Daten von Partnern aus der Region. Dies helfe dem Iran, präzisere Angriffe auszuführen, und verlängere den Krieg im Nahen Osten, erklärt Selenskyj auf X. Die Regierung in Moskau hat in der vergangenen Woche einen Bericht des "Wall Street Journal" über die Weitergabe von Satellitenbildern und Drohnentechnologie an den Iran als Falschmeldung zurückgewiesen.
20.26 Uhr - Aus der irakischen Stadt Rabia werden Insidern zufolge mindestens sieben Raketen auf eine US-Militärbasis im Nordosten Syriens abgefeuert. Im Bezirk Rabia westlich von Mossul werde ein auf einem ausgebrannten Lastwagen montierter Raketenwerfer sichergestellt, heißt es aus irakischen Sicherheitskreisen weiter. Dieser sei mutmaßlich für die Attacke auf die Rmeilan-Basis genutzt worden. Es ist der erste grenzüberschreitende Angriff auf US-Truppen in Syrien seit dem US-israelischen Angriff auf den Iran.
19.39 Uhr - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht nach eigenen Angaben mit US-Präsident Donald Trump über den Iran. Trump sehe eine Chance auf eine Einigung mit der Regierung in Teheran, teilt Netanjahu in einer Videobotschaft mit. Der US-Präsident glaube an die Möglichkeit, "die gewaltigen Errungenschaften der israelischen und der US-Streitkräfte zu nutzen, um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen - einem Abkommen, das unsere lebenswichtigen Interessen wahren wird", sagt Netanjahu weiter.
18.01 Uhr - US-Präsident Donald Trump bekräftigt, der Iran wolle sich mit den USA auf ein Ende der Kämpfe einigen. Die Islamische Republik wolle Frieden und habe nun eine weitere Chance, ihre Drohungen gegen die USA zu beenden. Derzeit gebe es wirklich gute Gespräche mit dem Iran. Bald werde die Welt viel sicherer sein, verspricht der US-Päsident.
16.05 Uhr - Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner verhandeln einem Axios-Bericht zufolge mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Baker Kalibaf. Das teilt ein Reporter des US-Nachrichtenportals auf der Plattform X mit. Ein israelischer Insider sagt demnach, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Kalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen.
14.52 Uhr - Die USA haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Gespräche mit dem Iran geführt und dabei "große Punkte der Übereinstimmung" ausgemacht. Die Unterredungen hätten am Sonntag stattgefunden und würden diesen Montag fortgesetzt, sagt Trump vor Journalisten. Bei einem produktiven Verlauf werde es sehr bald ein Abkommen geben. Insgesamt sei man sich in 15 Punkten einig. Trumps Angaben zufolge sind an den Gesprächen sein Nahost-Gesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner beteiligt.
13.16 Uhr - Israel greift nach eigenen Angaben Teheran an. Die Attacken richteten sich auf das Zentrum der iranischen Hauptstadt, teilt das Militär mit. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, es gebe Gespräche der USA mit dem Iran.
13.06 Uhr - Zwischen dem Iran und den USA gibt es der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge keine direkten oder indirekten Kontakte. Die Agentur beruft sich dabei auf einen Insider. Auch von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim kommt unter Berufung auf Kreise der iranischen Führung eine ähnliche Meldung. Es gebe keine Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA, schreibt Tasnim. Der Iran werde sich weiter verteidigen, in der Straße von Hormus werde es keine Bedingungen wie vor dem Krieg geben und die Energiemärkte blieben in Aufruhr. Dagegen hatte US-Präsident Donald Trump kurz zuvor über "produktive" Gespräche mit der Regierung in Teheran berichtet.
13.05 Uhr - Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom bereitet laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Tass den Abzug von Mitarbeitern aus dem iranischen Kernkraftwerk Buschehr in mehreren Phasen vor. Es sei geplant, nur wenige Dutzend Personen in der Anlage zurückzulassen, zitiert die Agentur Rosatom-Chef Alexej Lichatschow.
12.28 Uhr - Im israelischen Grenzgebiet zum Libanon ist ein Landwirt durch den Beschuss der israelischen Armee getötet worden. Das räumt der israelische Generalmajor Rafi Milo ein und betont zugleich, gerade durch diesen Einsatz habe der 60-Jährige geschützt werden sollen. Das israelische Militär hatte zuvor noch erklärt, der Mann sei durch Beschuss aus dem Libanon getötet worden. Der Avocado-Bauer Ofer Moskowiz aus dem Ort Misgav Am gilt als der erste getötete israelische Zivilist bei dem Grenzkonflikt zwischen Israel und dem Libanon, der parallel zu dem Ende Februar ausgebrochenen Iran-Krieg eskaliert ist. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters hatte Moskowiz noch vergangene Woche seine Besorgnis angesichts der Kämpfe zum Ausdruck gebracht.
12.05 Uhr - Die Bundesregierung erwägt anders als die Schweiz nicht, den Export von Rüstungsgütern in die USA zu stoppen. Das teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Die Schweizer Regierung hatte den Stopp neuer Genehmigungen mit dem Neutralitätsstatus des Landes begründet.
11.55 Uhr - Das Bundeswirtschaftsministerium kann die konjunkturellen Folgen des Nahost-Krieges noch nicht beziffern. "Konkrete Lieferengpässe sind mir nicht bekannt", sagt ein Sprecher des Ministeriums in Berlin. Das Ministerium sei mit allen Wirtschaftszweigen im Kontakt. "Wir beobachten die Lage eng." Ökonomen rechnen mit einem schwächeren Wachstum und einer höheren Inflation.
10.42 Uhr - Der britische Premierminister Keir Starmer sieht derzeit keine Bedrohung für das britische Festland durch den Iran. "Es gibt keine Einschätzung, dass wir in dieser Weise ins Visier genommen werden", sagt Starmer mit Blick auf entsprechende Untersuchungen. Am Wochenende hatte es Berichte gegeben, wonach der Iran zwei ballistische Raketen auf den US-amerikanisch-britischen Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean abgefeuert habe. Starmer bremst zudem Erwartungen auf einen schnellen Einsatz in der von Iran teilweise gesperrten Straße von Hormus. Jeder Versuch, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, setze sorgfältige Überlegung und einen tragfähigen Plan voraus, sagt er. Oberste Priorität bestehe darin, britische Interessen zu schützen und die Lage zu deeskalieren.
10.11 Uhr - Ein Angriff auf die iranische Südküste oder die Inseln des Landes führt nach Angaben des iranischen Verteidigungsrates zur Verminung der Seewege im Golf. Jeder Versuch eines Angriffs habe den Einsatz verschiedener Seeminen zur Folge, darunter auch von der Küste ausgesetzte treibende Minen, heißt es in einer von staatlichen Medien verbreiteten Erklärung. In diesem Fall werde der gesamte Golf für lange Zeit unpassierbar sein. Hintergrund ist ein Bericht des Nachrichtenportals "Axios", wonach die USA eine Blockade oder Besetzung der wichtigsten iranischen Ölexport-Insel Charg erwägen, um eine Öffnung der Straße von Hormus zu erzwingen. Nicht kriegführende Staaten können die Meerenge dem Rat zufolge weiterhin nur nach vorheriger Abstimmung mit dem Iran passieren.
09.53 Uhr - BayernLB-Chefökonom Jürgen Michels warnt bei einer dramatischen Eskalation des Nahost-Konflikts vor tiefgreifenden konjunkturellen Folgen. "Man muss sich darauf einstellen, dass es wahrscheinlich dann mit einem Stagflationsszenario verbunden ist und durchaus einer Phase, in der wie im Verlauf dieses Jahres eine Rezession sehen könnten", sagt der Volkswirt in Frankfurt. Er rechne jedoch in seinem Basisszenario nicht mit einem lange anhaltenden Konflikt: "Unsere Sicht ist weiterhin, dass der Krieg im Iran in den kommenden Wochen endet und die zuletzt gestiegenen Rohstoffpreise einen Großteil der jüngsten Anstiege wieder nach unten korrigieren." Dann bleibe der Aufwärtsdruck für die Inflation im Euroraum in der mittleren Frist voraussichtlich moderat: "Und die EZB hat dann keine Notwendigkeit, die Zinsen anzuheben", fügt er hinzu.
06.03 Uhr - Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Vergeltungsangriffen auf Kraftwerke in Israel und auf solche, die US-Stützpunkte in der Region mit Strom versorgen. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Erklärung hervor. "Wenn ihr die Elektrizität trefft, treffen wir die Elektrizität", heißt es darin. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag gedroht, iranische Kraftwerke anzugreifen, sollte Teheran nicht binnen 48 Stunden die Straße von Hormus für die Schifffahrt öffnen. Zugleich dementierten die Garden, Wasserentsalzungsanlagen in der Region angreifen zu wollen.
03.22 Uhr - Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine umfassende Angriffswelle auf die iranische Infrastruktur in Teheran begonnen.
03.20 Uhr - Auf die saudische Hauptstadt Riad sind zwei ballistische Raketen abgefeuert worden. Eine sei abgefangen worden, die andere in einem unbewohnten Gebiet niedergegangen, teilt das saudische Verteidigungsministerium mit.
03.18 Uhr - Ein Luftangriff zerstört laut einem Medienbericht Wohnhäuser in der Stadt Urmia im Nordwesten des Iran. Rettungskräfte suchen nach Menschen unter den Trümmern, meldet die staatlich nahestehende Nachrichtenagentur Nour News.
03.15 Uhr - Die Internationale Energieagentur (IEA) erwägt wegen des Iran-Krieges die Freigabe weiterer Ölreserven. Man berate sich dazu mit Regierungen in Asien und Europa, sagt IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol. "Falls nötig, werden wir das natürlich tun." Die IEA-Mitgliedstaaten hatten bereits am 11. März die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl beschlossen.
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