Nachricht


24.03.2026 /05:04:37
MÄRKTE-Märkte zwischen Hoffnung und Sorge nach Trump-Aufschub für Iran

Singapur, 24. Mrz (Reuters) - Die Verlängerung von US-Präsident Donald Trumps Ultimatum an den Iran hat die Märkte am Dienstag nur kurzfristig beruhigt. Trump hatte seine Frist für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus um fünf Tage verlängert und von produktiven Gesprächen mit Teheran gesprochen. Dennoch blieb die Lage angespannt, zumal der Iran Verhandlungen mit den USA bestritt. "Die zugrundeliegende Situation ist immer noch unglaublich fragil", sagte Tony Sycamore, Analyst bei IG. Die Straße von Hormus bleibe geschlossen, über die etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports abgewickelt wird. Die asiatischen Börsen legten im Aufholhandel zu: Der Nikkei-Index <.N225> in Tokio stieg um 0,8 Prozent auf 51.892,21 Punkte. Der Hang-Seng-Index <.HSI> in Hongkong gewann 1,4 Prozent. Die US-Futures drehten jedoch ins Minus - der Nasdaq-Future gab 0,6 Prozent nach. Auch die europäischen Futures zeigten sich schwächer.

DEVISEN

Am Devisenmarkt erholte sich der Dollar von seinen Vortagesverlusten. Zum Yen <JPY=> legte er 0,1 Prozent auf 158,63 Yen zu, zum Yuan <CNY=> gewann er 0,2 Prozent auf 6,8937 Yuan. Der Euro <EUR=> gab 0,3 Prozent auf 1,1585 Dollar nach, das britische Pfund <GBP=> verlor 0,5 Prozent auf 1,3394 Dollar. Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen deutlich - die zweijährige Rendite kletterte um acht Basispunkte auf 3,91 Prozent. Anleger preisen angesichts der Energiekrise wieder Zinserhöhungen in den Industrieländern ein. In Japan fiel die Kerninflation im Februar erstmals seit fast vier Jahren unter das Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank auf 1,6 Prozent, was weitere Zinserhöhungen erschweren dürfte.

ROHSTOFFE

Die Ölpreise legten nach ihrem Einbruch vom Montag wieder zu. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 4,2 Prozent auf 104,21 Dollar, US-Öl WTI stieg um 4,3 Prozent auf 91,93 Dollar. Zwar passierten zwei Tanker mit Ziel Indien am Montag die Straße von Hormus, doch der Krieg beeinträchtigt weiterhin den Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge. Der Goldpreis <XAU=> gab dagegen ein Prozent auf 4.364,09 Dollar je Feinunze nach.

WALL STREET

An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index am Montag mit einem Plus von 1,4 Prozent bei 46.208,47 Punkten geschlossen. Der breit gefasste S&P 500 <.SPX> gewann 1,1 Prozent auf 6.581,00 Zähler, der technologielastige Nasdaq <.IXIC> legte 1,4 Prozent auf 21.946,76 Stellen zu.

(Bericht von Rae Wee. Geschrieben von Isabelle Noack. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



Hinsichtlich weiterer Informationen und einer gegebenenfalls erforderlichen Offenlegung potenzieller Interessenkonflikte nach § 85 WpHG der für die Erstellung der zugrunde liegenden Finanzinformationen oder Analysen verantwortlichen Unternehmen wird auf das Informationsangebot dieser Unternehmen (Internetseite und andere Informationskanäle) verwiesen.